Die entscheidenden Millionstel Gramm

Von den 47 lebenswichtigen Biostoffen, die der Mensch braucht, sind ganze 20 Mineralien und Spurenelemente, heißt es in dem Bestseller-Band „Mineralien – Das Erfolgsprogramm“ (2010) von Dr. Ulrich Strunz und Andreas Joop. Und dabei komme es jeden Tag auch tatsächlich auf jedes Millionstel Gramm davon an! Die Lebensmittel aus den Supermärkten nämlich beinhalten mittlerweile doppelt so viel Fett und 10 Mal so viel Zucker wie früher, jedoch nur mehr die Hälfte an Mineralien und gar nur mehr ein Drittel der Vitamine. Und das hat Folgen !

Mineralwasser hilft, den täglichen Bedarf an Mineralstoffen zu decken. (Infografik: obs / Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM))

Man fühlt sich immer nur so gut, wie der Stoffwechsel läuft, und wenn dazu die Initiatoren fehlen, dann könnte einem tatsächlich schlecht werden! Eisen, Fluorid, Kalzium, Kupfer, Mangan, Selen, Zink usw. – sie alle sorgen erst für eine reibungslose „Nahrungsaufnahme“- und das selbst in atomarer Größe! So braucht man etwa von Jod täglich nur 0,00001 Gramm, aber ohne diese winzige Menge bricht die Energieregulierung der Körperzellen zusammen. Ein Umstand, so Dr. Strunz, der in Deutschland jährlich 1 Milliarde € kostet – an Schilddrüsenmedikamenten nämlich …

Es ist also schlicht ein Wunder, dass es in diesem scheinbaren Elektronen-Wirrwarr des Körpers zu einem geordneten Stoffwechsel kommt. Und nun wird sicherlich auch klarer vorstellbar, dass selbst bei nur einem einzigen Mineralstoffmangel vielleicht gleich tausende Stoffwechselabläufe in Mitleidenschaft gezogen werden! Symptome von Gereiztheit, schlechter Haut, Müdigkeit usw. sind dann auch erst der Anfang. Und über Jahre hindurch werden daraus dann genau die Krankheiten, die schmerzen und uns alle teuer zu stehen kommen.

Eisen (1)

Das Eisenatom ist das stabilste Atom im ganzen Universum. Wussten Sie das? Entstand damals beim Urknall. Findet sich in völlig unveränderter Form in unserer Erde, wandert dort in die Pflanzen, in die Tiere und letztlich in unseren Körper. Wenn wir es essen. Dient hauptsächlich dem Sauerstofftransport. Für den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin. Für den Eisenspeicher Ferritin ! Ist demnach Sternenstaub unser Leben ?

Wenn ich etwas über Sportler wissen und sagen möchte, etwas über leistungsbereite Menschen, dann schaue ich mir zuerst deren Eisenspeicher Ferritin an. Seit ich verstanden habe, dass

Ferritin das Myoglobin spiegelt.

Mir also sagt, wie viel Sauerstoff die Muskulatur bekommt. Auf Deutsch: Wie groß die Ausdauer wäre … Und seit ich weiß, dass

Ferritin im Blut auch die Gehirnschranke überwindet,

sagt es auch etwas über die Sauerstoffversorgung des Gehirns aus. Also unsere geistige Leistungsfähigkeit !

Ferritin fordere ich – im Unterschied zu fast allen Ärzten, im Unterschied zu allen Labors in Deutschland – zumindest 60 bei der Frau, zumindest 120 beim Mann.

Ein richtiger Wert ist 300.

Den habe ich persönlich. Der erlaubt mir unerschöpfliche Ausdauer, notfalls 40 Stunden am Stück. Die wären ohne dieses (hohe) Ferritin nicht möglich. Und warum nicht ? Weil dann der Muskel immer ein bisschen zu wenig Sauerstoff bekommt und nach so 1-2 Stunden aufgeben würde. Klingt einleuchtend oder ?

Wen auch immer ich von den Leistungssportlern durchgemessen habe, der oder die hatte mäßig oder viel zu wenig Ferritin. Die waren folglich alle entscheidend eingeschränkt in ihrer Ausdauer. Und nicht nur dort, sondern auch in der Antriebskraft und in der kurzfristigen Leistungsfähigkeit.

Eine Abhilfe wären Eiseninfusionen. Wenn man keine Eisentabletten verträgt, so wie ich z.B.. Die könnte bei Ihnen ein Heilpraktiker durchführen, weil Ärzte sich fast grundsätzlich weigern, Eisen zu spritzen. Was glauben Sie, wie viele empörte Anrufe ich schon von Kollegen (”Was, ich soll Eisen spritzen? Nie im Leben!”) erdulden musste, wenn ich Eisenampullen verschrieben hatte. Geheimnis Eisen !?

PS: Vitamin C übrigens ermöglicht die Aufnahme der 5-fachen Menge Eisen (auch) aus der Nahrung …