Ein eleganter Ausweg bei Migräne

Quälende Migräne gibt’s, das kann ich Ihnen sagen. Mir persönlich hat letztendlich Magnesium geholfen … in der richtigen Menge. Magnesium hilft aber nicht immer, dafür etwas Anderes. Das ist neu – auch für mich. Kürzlich publiziert am 06.05.2017. Könnte man damit über Nacht Millionen von migränegeplagten Deutschen glücklich machen? Die oft wirklich schwer leiden. Das Geheimnis sei, so lesen wir, die Kombination von

Omega-3 und Curcumin.

Die Kombination von Omega-3 und Curcumin sei das eigentliche Geheimnis, denn als Einzelstoffe wirken beide leider nicht.

  • Migräne darf man als neuro-entzündliche Störung bezeichnen. Das weiß man.
  • Messbar ist dabei insbesondere der Tumornekrosefaktor Alpha (TNF–α)
  • TNF–α stimuliert die Prostanoidproduktion, die Übererregbarkeit der Neuronen, aktiviert sog. Nocicezeptoren und resultiert in Neuro-Entzündung und Schmerz.

Neu auch für mich: Omega-3 genauso wie Curcumin (Sie wissen schon, dieser geheimnisvolle Anti-Krebsstoff aus Indien) blockieren TNF–α. Das wusste man. Also hat man 74 Migränepatienten 2 Monate lang entweder Omega-3 oder Curcumin gegeben, oder beides. Das Ergebnis war eine

deutliche Reduktion der Migräne-Attacken, wenn beide Stoffe genommen wurden.

Und natürlich wurde auch hoch wissenschaftlich bewiesen, dass TFN–α im Blut absank, dass sogar das entsprechende Gen „herunterreguliert“ wurde. Alles ziemlich aufwendig …

Das einzig „Bedauerliche“ an dieser heutigen News ist, dass ich die Empfehlung nicht selbst ausprobieren kann. Meine Migräne habe ich, wie gesagt, mit Magnesium besiegt. Ich stehe also als Versuchsperson nicht mehr zur Verfügung. Dürfte ich Sie darum höflichst bitten, mir Ihre Erfahrungen zu schreiben?

QUELLE: Immunogenetics, 2017 May 6. DOI: 10.1007/s00251-017-0992-8

PS: Die Mengen bei diesen Experimenten sind – wie immer – nach oben offen. Und verwendet wurde Nano–Curcumin. Das löst sich besser.

Biochemie des Glücks

Der berühmteste Biochemiker unserer Zeit, Prof. Bruce N. Ames, hat sich endlich einmal intensiv mit dem vielleicht wichtigsten Botenstoff in unserem Gehirn, dem Serotonin, beschäftigt. Also unserem Glückshormon. Und zwar praktisch beschäftigt. Demnach meint der US-Amerikaner, dass „Vitamin D und Omega-3- Fettsäuren die Synthese und Wirkung von Serotonin steuern“.

Was eben ganz praktisch für sehr viele von Ihnen heißt: Für ein bisschen mehr Glück, für ein bisschen mehr Abstand von Ihren Sorgen, für ein bisschen mehr „Chef-Verhalten“, brauchen Sie nicht nur

Tryptophan und Zink,

wie Ihnen bekannt ist, sondern entscheidend ist zusätzlich

Vitamin D und Omega 3.

Wissen eines sehr alten und zugleich sehr berühmten Biochemikers. Dessen langen 2. Artikel hat erneut einer von Ihnen in wochenlanger Heimarbeit übersetzt und hiermit Ihnen allen zur Verfügung gestellt. Ich habe dem Herrn meinen tief empfundenen Dank übermittelt.

Weil hier zentrale Probleme unserer Existenz, nämlich Lebensglück und Überblick angesprochen werden, hören wir dem Übersetzer doch einfach einmal zu:

Dieser 2. Teil scheint mir noch wichtiger zu sein als der Erste, weil in ihm die Auswirkungen der Störungen des Serotonin-Systems auf eine weitaus größere Anzahl von mentalen Erkrankungen beschrieben wird – und diese letztlich auf eine Unterversorgung von Vitamin D und/oder Omega-3-Fettsäuren zurückzuführen wären. … Wenn ich die Ursachen der Unterversorgung mit diesen essentiellen Stoffen, nämlich unseren derzeitigen und wahrscheinlich erst recht zukünftigen „Lifestyle“ samt seiner hochverarbeiteten Industrie-„Nahrung“ bedenke und die daraus erwachsenden mentalen Folgen, wird mir ausgesprochen unbehaglich zu Mute. … Besonders wenn ich mir dazu noch vor Augen führe, wer an maßgebender Stelle alle diese Zusammenhänge nicht zur Kenntnis nehmen will und wird.

Der letzte Satz ist deshalb so wichtig, weil Prof. Ames bei dem typisch niedrigen Serotoninspiegel von „impulsiver Aggression und dem Fehlen von Altruismus“ spricht, also aggressivem Egoismus!

Dann mal los. Viel Lesespaß: Vitamin-D und Omega-3-Fettsäuren steuern Synthese und Wirkung von SerotoninAutismus und Biochemie erschien übrigens am 07.12.2016.

PMS muss nicht sein

PMS heißt Schmerzen, meistens. Im Monats-Rhythmus und Perioden- abhängig manchmal grausliche Unterleibskrämpfe. Das Schlimmste daran: Man weiß es schon vorher und ist hilflos. Tagelang.

Aber PMS muss nicht sein! Sie bräuchten nur von der (begründeten) Theorie ausgehen, dass hinter jedem Schmerz Entzündung steckt. Und schon haben Sie die Lösung! Das weiß natürlich auch die Pharmaindustrie: Da bekommt man dann „Ibu“ oder „Diclo“ oder andere entzündungshemmende Mittel, die den Schmerz besänftigen sollen.

Das weiß aber natürlich auch die Natur und wie geht die dann vor? Da fallen mir spontan 3 Möglichkeiten ein:

Omega-3 hochdosiert
Vitamin D hochdosiert
No carb

Wobei der 3. Vorschlag sich global, in der ganzen Welt durchgesetzt hat. Hier werden nämlich gleichzeitig Fettzellen vernichtet, die ja – wie Sie inzwischen wissen – massiv Entzündungsstoffe produzieren! Der Zusammenhang mit Rheuma wurde bereits auf dem Weltkongress für Rheumatologie in Berlin 2008 aufgezeigt.

Einen besonders schlichten, praktischen Weg, PMS zu besiegen hatte ich Ihnen bereits am 08.09.2008 mitgeteilt. Darf ich?

PMS habe ich nie verstanden. Prämenstruelles Syndrom. Alle 4 Wochen Spannungsgefühl, auch Wassereinlagerung, ziehende Schmerzen bis hin zu Koliken. Deshalb nie verstanden, weil ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass die Natur so etwas geplant hat. Dass wir alle 4 Wochen durch sinnvolle, natürliche Hormonschwankungen furchtbare Schmerzen kriegen müssten, diese Art von Weltsicht habe ich einfach nicht!

Also, nehmen Sie Fettgewebe ab! Z.B. nur 4 kg Fettgewebe weniger, das ja hormonell hoch aktiv ist. Das den Körper permanent entzündet, Rheuma macht, wie Sie wissen. Pestizide und Umweltgifte einlagert, zeitlebens! Und viele andere schädliche Dinge mehr. Das hilft.

PMS ist selbstgemacht …

Omega-3-Fettsäuren sind so wichtig wie Eiweiß und verlängern das Leben

„Bei keinem anderen Stoff liegen Gesundheit und Krankheit so nahe zusammen wie bei Fett“, heißt es im dem Bestseller-Buch „Fit mit Fett – Die Omega-3-Revolution“ von Dr. Ulrich Strunz und Andreas Joop. Und in der Tat ist Fett nicht gleich Fett, denn es gibt einerseits die lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren und andererseits die in den Lebensmitteln versteckten (lebensbedrohenden) Transfette. Und so kommt es, dass mittlerweile jeder Zweite an dem „versäumten Ölwechsel“ im Körper stirbt. (2015) Ansonsten verlängert Omega-3 das Leben „um mindestens 10 %“. (2014)

Nährstoffe im Alaska Seelachs, der Deutschen liebster Speisefisch. (Infografik: obs / Edelman.ergo / Alaska Seelachs)
Nährstoffe im Alaska Seelachs, der Deutschen liebster Speisefisch. (Infografik: obs / Edelman.ergo / Alaska Seelachs)

Das Gehirn z.B. besteht zu 60 % aus Fett und wächst auch das ganze Leben hindurch, wenn es den Gehirnbaustein DHA, eine Omega-3-Fettsäure, bekommt. Die bereits erwähnten „industriellen Killerfette“ hingegen begünstigen Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes, Rheuma, Depressionen uvm.. Und das sind immerhin 60 % aller verspeisten Fette – im bedenklichen Verhältnis 20:1 verspeisten Fette! Also bitte weiterhin Finger weg von Butter, Margarine, Wurst …

Omega-3-Fettsäuren, also Leinöl, Fische oder Krill, sind das Geheimnis der 100-Jährigen – und zwar weltweit! Als ungesättigte Fettsäuren schützen sie die 70 Billionen Körperzellen und damit den Körper insgesamt vor Diabetes, Stress bis hin zu Krebs. Sollten Sie nun Fisch nicht so mögen und greifen daher zu Omega-3-Kapseln, so empfiehlt es sich, auf deren Zusammensetzung zu achten. Wollen Sie mehr ihrem Gehirn helfen, dann brauchen Sie DHA, wollen Sie mehr für Ihr Gewebe und gegen Entzündungen tun, brauchen Sie EPA. (2015)

Eine
Eine „Harvard“-Studie bestätigt: Omega-3 schützt vor Demenz, Herzinfarkt und Krebs. (Infografik: obs / Edelma.ergo / Margarine und pflanzliche Streichfette)

Und jüngste Studien förderten sogar Sensationen zu Tage. So verlängert etwa Omega-3 die Telomere, welche die noch verbleibende Lebenszeit des Menschen anzeigen. (2016) Oder dass Omega-3 über 6 Monate eingenommen den Abbau der Muskelmasse stoppen kann bzw. dass täglich 4 g Omega-3 die Muskeln „um 50 %“ (!) schneller wachsen lassen, noch dazu ohne Training. (2015) Logisch also, dass die EFSA schon 2012 den Referenzwert für die tägliche Aufnahme von langkettigen Omega-3-Fettsäuren mit 5 Gramm festgelegt hat. Das entspricht etwa 200 g Lachs oder 250 g Hering.

Oder dass Omega-3 die Vitalkapazität der Lunge, also das Lungenvolumen, um sagenhafte 41 % erhöht. Oder dass Omega-3, so Dr. Strunz, sogar das Wachstum „der vielen, vielen potenziellen Krebse“ verhindert! (2010) Kurz und gut: Omega-3-Fettsäuren gehören zu den 47 lebensnotwendigen Stoffen, die man essen muss. Und sie sind mindestens so wichtig wie Eiweiß. Da können es dann schon auch 4-6 g am Tag sein! (2012) Omega-3 ist Teil genetisch korrekter Kost wie auch Omega-6. Letzteres aber bitte nur als 5 % der Nahrung und nicht wie üblich 50 %! Omega-6 macht nämlich dick … (2010)

„Omega-3 macht Krebs“

Und selbstverständlich wurde auch den so segensreichen Omega-3-Fettsäuren schon unterstellt, ein Krebsverursacher zu sein. Das war im Deutschen Ärzteblatt schon so, in den Tageszeitungen usw.. (2013) Ist natürlich absoluter Blödsinn und war leicht durchschaubar. Aber zumindest das Deutsche Ärzteblatt hat sich mittlerweile korrigiert: Aus Omega-3-Fettsäuren könnten Prostatakrebs fördern wurde 2016 Omega-3-haltige Nahrungsmittel senken Sterblichkeit. 2006 übrigens hatte es dort noch geheißen, Omega-3-Fettsäuren hätten keinen Effekt auf das Krebsrisiko … (2016)

Die Aufnahme von Omega-3 im Körper kann übrigens um den Faktor 13 (!) variieren, hängt aber in jedem Fall davon ab, wie viel Fett gerade im Magen ist. (2018)