Omega-3 gegen Herzinfarkt und Depressionen

Omega-3 ist lebenswichtig. Verhindert u.a. Herzinfarkt. Wenn man sich der Sache wissenschaftlich nähert. Wenn man durch Messung erfährt, dass die gleiche Kapsel Omega-3 bei Menschen Blutwerte erzielt, die bis um den Faktor 13 (!) verschieden sein können. Noch dazu wird in vielen Studien Omega-3 „zum Frühstück“ gegeben. Kann auch nüchtern heißen. Es ist aber längst bewiesen (DART-Studie), dass die Aufnahme von Omega-3 im Körper entscheidend davon abhängt, wie viel Fett gerade im Magen ist. Also:

  • Misst man Omega-3 im Blut, so kann Herzinfarkt um 25 % verringert werden.
  • Misst man (noch genauer) den Omega-3-Index, so kann Herzinfarkt um 30 % verringert werden.

Weiters ist Omega-3 wohl auch das stärkste Mittel gegen Depression. Das belegen 2 Studien, die vor mir liegen.

  • Zunächst ein Einzelfall mit 7 Jahre schwerer Depression und Selbstmordgefahr. Der Patient bekam selbstverständlich Medikamente. Halfen aber nix. Dann zusätzlich Omega-3 (EPA). Resultat: Dramatische Verbesserung innerhalb von 4 Wochen. Soll heißen, keine Selbstmordgedanken mehr wie auch eine große Abschwächung der sozialen Phobie (Angst vor Umgang mit Menschen). Das sagten jedenfalls die behandelnden Ärzte. Objektiviert wurde der Erfolg per MRT: Die Gehirnstruktur war sichtbar verändert.

Wenn Psychopharmaka nicht helfen, dann ist das einfache Absetzen auch keine Lösung. Weiß ich natürlich. Aber vielleicht hilft die Molekularmedizin? Man könnte doch zum Pharmaprodukt einfach auch einen essentiellen Nährstoff dazugeben !

  • Es wurden nämlich schon 2002 in einer Studie 20 schwer depressive Patienten, denen Psychopharmaka überhaupt nicht halfen, zusätzlich mit 2 g Omega-3 versorgt. Das geschah Placebo-kontrolliert und doppelblind. Also nach höchstem wissenschaftlichem Standard. Und anschließend wurde auch im Blut gemessen. Geschieht übrigens mittels „Hamilton depression score“. Das Resultat? Nach nur 3 Wochen hatte sich dieser Index bei 6 von 10 Patienten halbiert. Ein nahezu grandioser Erfolg.

Omega-3 kann man heutzutage fast überall kaufen. Ohne Rezept. Übrigens auch Tryptophan und Zink. Alle 3 zusammen wären schon ein ziemlich guter Start, wenn Sie mal so gar keine Lust mehr haben.

QUELLEN: Int J Clin Pract. 2001 Okt; 55 (8): 560 und PsychiatryOnline, Vol. 159, Iss 3, Mar 2002, pp. 477

Ein eleganter Ausweg bei Migräne

Quälende Migräne gibt’s, das kann ich Ihnen sagen. Mir persönlich hat letztendlich Magnesium geholfen … in der richtigen Menge. Magnesium hilft aber nicht immer, dafür etwas Anderes. Das ist neu – auch für mich. Kürzlich publiziert am 06.05.2017. Könnte man damit über Nacht Millionen von migränegeplagten Deutschen glücklich machen? Die oft wirklich schwer leiden. Das Geheimnis sei, so lesen wir, die Kombination von

Omega-3 und Curcumin.

Die Kombination von Omega-3 und Curcumin sei das eigentliche Geheimnis, denn als Einzelstoffe wirken beide leider nicht.

  • Migräne darf man als neuro-entzündliche Störung bezeichnen. Das weiß man.
  • Messbar ist dabei insbesondere der Tumornekrosefaktor Alpha (TNF–α)
  • TNF–α stimuliert die Prostanoidproduktion, die Übererregbarkeit der Neuronen, aktiviert sog. Nocicezeptoren und resultiert in Neuro-Entzündung und Schmerz.

Neu auch für mich: Omega-3 genauso wie Curcumin (Sie wissen schon, dieser geheimnisvolle Anti-Krebsstoff aus Indien) blockieren TNF–α. Das wusste man. Also hat man 74 Migränepatienten 2 Monate lang entweder Omega-3 oder Curcumin gegeben, oder beides. Das Ergebnis war eine

deutliche Reduktion der Migräne-Attacken, wenn beide Stoffe genommen wurden.

Und natürlich wurde auch hoch wissenschaftlich bewiesen, dass TFN–α im Blut absank, dass sogar das entsprechende Gen „herunterreguliert“ wurde. Alles ziemlich aufwendig …

Das einzig „Bedauerliche“ an dieser heutigen News ist, dass ich die Empfehlung nicht selbst ausprobieren kann. Meine Migräne habe ich, wie gesagt, mit Magnesium besiegt. Ich stehe also als Versuchsperson nicht mehr zur Verfügung. Dürfte ich Sie darum höflichst bitten, mir Ihre Erfahrungen zu schreiben?

QUELLE: Immunogenetics, 2017 May 6. DOI: 10.1007/s00251-017-0992-8

PS: Die Mengen bei diesen Experimenten sind – wie immer – nach oben offen. Und verwendet wurde Nano–Curcumin. Das löst sich besser.

Biochemie des Glücks

Der berühmteste Biochemiker unserer Zeit, Prof. Bruce N. Ames, hat sich endlich einmal intensiv mit dem vielleicht wichtigsten Botenstoff in unserem Gehirn, dem Serotonin, beschäftigt. Also unserem Glückshormon. Und zwar praktisch beschäftigt. Demnach meint der US-Amerikaner, dass „Vitamin D und Omega-3- Fettsäuren die Synthese und Wirkung von Serotonin steuern“.

Was eben ganz praktisch für sehr viele von Ihnen heißt: Für ein bisschen mehr Glück, für ein bisschen mehr Abstand von Ihren Sorgen, für ein bisschen mehr „Chef-Verhalten“, brauchen Sie nicht nur

Tryptophan und Zink,

wie Ihnen bekannt ist, sondern entscheidend ist zusätzlich

Vitamin D und Omega 3.

Wissen eines sehr alten und zugleich sehr berühmten Biochemikers. Dessen langen 2. Artikel hat erneut einer von Ihnen in wochenlanger Heimarbeit übersetzt und hiermit Ihnen allen zur Verfügung gestellt. Ich habe dem Herrn meinen tief empfundenen Dank übermittelt.

Weil hier zentrale Probleme unserer Existenz, nämlich Lebensglück und Überblick angesprochen werden, hören wir dem Übersetzer doch einfach einmal zu:

Dieser 2. Teil scheint mir noch wichtiger zu sein als der Erste, weil in ihm die Auswirkungen der Störungen des Serotonin-Systems auf eine weitaus größere Anzahl von mentalen Erkrankungen beschrieben wird – und diese letztlich auf eine Unterversorgung von Vitamin D und/oder Omega-3-Fettsäuren zurückzuführen wären. … Wenn ich die Ursachen der Unterversorgung mit diesen essentiellen Stoffen, nämlich unseren derzeitigen und wahrscheinlich erst recht zukünftigen „Lifestyle“ samt seiner hochverarbeiteten Industrie-„Nahrung“ bedenke und die daraus erwachsenden mentalen Folgen, wird mir ausgesprochen unbehaglich zu Mute. … Besonders wenn ich mir dazu noch vor Augen führe, wer an maßgebender Stelle alle diese Zusammenhänge nicht zur Kenntnis nehmen will und wird.

Der letzte Satz ist deshalb so wichtig, weil Prof. Ames bei dem typisch niedrigen Serotoninspiegel von „impulsiver Aggression und dem Fehlen von Altruismus“ spricht, also aggressivem Egoismus!

Dann mal los. Viel Lesespaß: Vitamin-D und Omega-3-Fettsäuren steuern Synthese und Wirkung von SerotoninAutismus und Biochemie erschien übrigens am 07.12.2016.

PMS muss nicht sein

PMS heißt Schmerzen, meistens. Im Monats-Rhythmus und Perioden- abhängig manchmal grausliche Unterleibskrämpfe. Das Schlimmste daran: Man weiß es schon vorher und ist hilflos. Tagelang.

Aber PMS muss nicht sein! Sie bräuchten nur von der (begründeten) Theorie ausgehen, dass hinter jedem Schmerz Entzündung steckt. Und schon haben Sie die Lösung! Das weiß natürlich auch die Pharmaindustrie: Da bekommt man dann „Ibu“ oder „Diclo“ oder andere entzündungshemmende Mittel, die den Schmerz besänftigen sollen.

Das weiß aber natürlich auch die Natur und wie geht die dann vor? Da fallen mir spontan 3 Möglichkeiten ein:

Omega-3 hochdosiert
Vitamin D hochdosiert
No carb

Wobei der 3. Vorschlag sich global, in der ganzen Welt durchgesetzt hat. Hier werden nämlich gleichzeitig Fettzellen vernichtet, die ja – wie Sie inzwischen wissen – massiv Entzündungsstoffe produzieren! Der Zusammenhang mit Rheuma wurde bereits auf dem Weltkongress für Rheumatologie in Berlin 2008 aufgezeigt.

Einen besonders schlichten, praktischen Weg, PMS zu besiegen hatte ich Ihnen bereits am 08.09.2008 mitgeteilt. Darf ich?

PMS habe ich nie verstanden. Prämenstruelles Syndrom. Alle 4 Wochen Spannungsgefühl, auch Wassereinlagerung, ziehende Schmerzen bis hin zu Koliken. Deshalb nie verstanden, weil ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass die Natur so etwas geplant hat. Dass wir alle 4 Wochen durch sinnvolle, natürliche Hormonschwankungen furchtbare Schmerzen kriegen müssten, diese Art von Weltsicht habe ich einfach nicht!

Also, nehmen Sie Fettgewebe ab! Z.B. nur 4 kg Fettgewebe weniger, das ja hormonell hoch aktiv ist. Das den Körper permanent entzündet, Rheuma macht, wie Sie wissen. Pestizide und Umweltgifte einlagert, zeitlebens! Und viele andere schädliche Dinge mehr. Das hilft.

PMS ist selbstgemacht …