EU genehmigt Finanzbeihilfen für CureVac, Apeptico und Panoptes

Die EU-Kommission hat in Abstimmung mit der Europäischen Investitionsbank dem deutschen biopharmazeutischen Unternehmen CureVac zur Erforschung eines „neuartigen Impfstoffkandidaten zur Prävention“ von Covid-19 ein Darlehen von 75 Mio. € gewährt. Und auch 2 österreichische Beihilfemaßnahmen im Gesamtwert von allerdings „nur“ 2 Mio. € gehen an die Wiener Firmen Apeptico und Panoptes zur Entwicklung von Therapien gegen das Coronavirus an Hand zweier bereits existierender Medikamente.

Remdesivir als 1. Medikament gegen Covid-19 zugelassen

Die EU-Kommission hat eine an Auflagen geknüpfte Zulassung für das Arzneimittel Remdesivir zur Behandlung von Covid-19 erteilt. „Remdesivir“ ist damit das 1. Medikament, das auf EU-Ebene zur Behandlung des neuartigen Coronavirus zugelassen ist. Diese Zulassung wurde im beschleunigten Verfahren nach einer Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA und der Zustimmung durch die EU-Mitgliedstaaten erteilt. Die Daten zu Remdesivir wurden von der EMA in einem speziellen Eilverfahren bewertet, das bei Gesundheitsnotfällen angewendet werden kann.

Europäische Pharmaindustrie beschäftigt 800.000 Mitarbeiter

Die europäische Pharmaindustrie beschäftigte 2019 laut dem Dachverband EFPIA knapp 800.000 Mitarbeiter und generierte damit “ein Produktionsvolumen” von 275 Mrd. €. Auch wenn das erfreuliche Zahlen seien, so ist über die Jahre hinweg doch ganz eindeutig die Tendenz erkennbar, dass Europa gegenüber Brasilien, Indien und China an Bedeutung verliert. (Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs am 02.07.2020)

Deutscher EU-Vorsitz mit Konferenzen von B.A.H. und Pro Generika

„Die am 1. Juli 2020 beginnende EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands ist eine hervorragende Grundlage zur Weiterentwicklung der Arzneimittelversorgung in der EU“, unterstreicht Dr. Hubertus Cranz, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (B.A.H.). In deren Rahmen organisiert der B.A.H. auch von 30.11.-01.12.2020 in Berlin eine Konferenz zur Zukunft der Arzneimittelversorgung. Ein wichtiger Punkt wird dabei ist die Stärkung der Versorgungssicherheit bei Medikamenten sein. Der B.A.H. begrüßt, dass auch die Digitalisierung (Stichwort „European Health Data Space“) innerhalb der EU weiter vorangetrieben werden soll. (Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller, 01.07.2020)

Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft hat einen weiteren und für Patienten wesentlichen Punkt auf der Agenda. Gesundheitsminister Jens Spahn nämlich will das Problem der Lieferengpässe angehen und dazu nach Wegen suchen, um die Produktion von kritischen Arzneimitteln und Medizinprodukten wieder nach Europa zu verlagern. Wie realistisch ist das und wie kann die Versorgungssicherheit gestärkt werden ? Das will Pro Generika in einer Digitalkonferenz mit dem Titel „Für ein gesundes Europa“ am 07.10.2020 auf europäischer Bühne diskutieren. (Pro Generika, 01.07.2020)