EU prüft Teva Pharmaceutical Industries wegen MS-Medikament „Copaxone“

Wegen der möglicherweise rechtswidrigen Verzögerung beim Markteintritt und der Verbreitung von Konkurrenzprodukten zu seinem Multiple-Sklerose-Medikament „Copaxone“, prüft die EU-Kommission den Pharmakonzern Teva Pharmaceutical Industries Limited. Der israelische Pharmariese steht im Verdacht, seine marktbeherrschende Stellung missbraucht zu haben, indem Patentverfahren ausgenutzt und Konkurrenzprodukte in der Kommunikation herabgesetzt wurden.

Dazu sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager: „Multiple Sklerose ist eine chronische Erkrankung, die über eine halbe Million Europäer im Alltag belastet und lebenslang behandelt werden muss. Trotz großer Anstrengungen in der Forschung hat die Menschheit bisher kein Heilmittel gegen diese Krankheit gefunden. Daher ist es sehr wichtig, dass auf dem Markt für verfügbare Arzneimittel der Wettbewerb funktioniert. Die EU-Kommission wird daher eingehend untersuchen, ob Teva den Markteintritt von Konkurrenzprodukten zu seinem Verkaufsschlager Copaxone auf Kosten von Patienten und Gesundheitssystemen missbräuchlich verhindert oder verzögert hat.“

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EU schafft neue Beobachtungsstelle für Klima und Gesundheit

Die EU-Kommission hat zusammen mit der Europäischen Umweltagentur eine neue Beobachtungsstelle für Klima und Gesundheit geschaffen. Das Observatorium soll Wissen bündeln und so Instrumente schaffen, um die gesundheitlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu bewältigen wie auch die Gesellschaften widerstandsfähiger zu machen. Der Klimawandel habe bereits Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und die Gesundheitssysteme, hieß es.

EU will behinderten Menschen mehr Inklusion garantieren

Die EU-Kommission möchte die uneingeschränkte und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit einer Behinderung an der Gesellschaft stärken und bisherige Maßnahmen auf europäischer Ebene weiter ausbauen. Dazu wurde heute eine Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderung (2021-2030) vorgelegt. Geplant sind u.a. eine Initiative zur Verbesserung der sozialen Dienste für behinderte Menschen, ein Europäischer Behindertenausweis für alle EU-Länder und eine Plattform zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit einer Behinderung in den Mitgliedstaaten.

EU-Strategie zur Stärkung der Rechte behinderter Menschen. (Bild: EU Kommission)

„Bei diesem europäischen Projekt ging es von Anfang an um die Beseitigung von Barrieren, ganz im Einklang mit der Vision von einer in Vielfalt geeinten Union“, betonte  die für Gleichheitspolitik zuständige EU-Kommissarin Helena Dalli. Viele behinderte Menschen seien jedoch nach wie vor mit Hindernissen konfrontiert, etwa bei der Arbeitssuche oder bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. „Menschen mit einer Behinderung sollten aber an allen Lebensbereichen gleichberechtigt teilhaben können“, fordert die ehemalige und mittlerweile auch promovierte Miss Malta von 1979.

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Aktuell 30 Millionen Europäer gegen Covid-19 geimpft

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsländer in einer Videokonferenz das Impftempo gegen Covid-19 sowie weitere Schritte erläutert. Demnach seinen aktuell knapp 30 Mio Europäer geimpft worden. Das entspreche 8 % der erwachsenen Bevölkerung. Zudem sollten bis Sonntag dieser Woche dann auch insgesamt 50 Mio. Impfdosen in die EU geliefert worden sein.

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„Europa sollte weiterhin größte Anstrengungen unternehmen, damit das Impftempo steigt“, findet die ausgebildete Ärztin. „In 20 Ländern verzeichnen wir stabile und rückläufige Trends, in 7 Ländern jedoch ist die Tendenz steigend. Gleichzeitig nimmt die Covid-19-Müdigkeit bei den EU-Bürgern ab. Aber wir sollten jetzt nicht nachlassen, denn die Lage ist in vielen Teilen Europas weiterhin ernst.“

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