Gene brauchen Aminosäuren

(Artgerechtes) Leben kann so einfach sein. Ist es auch, ehrlich gesagt. Da braucht man z.B. nur mal über die menschlichen Gene nachdenken … Die würden wie selbstverständlich unser Leben, unsere Existenz steuern und kontrollieren. Ob jetzt eingeschalten (Aktivität) oder ausgeschalten (Inaktivität). Erinnern Sie sich an die News 12.01.2020 ? Doch im Grunde haben Gene nur eine einzige Funktion, die da lautet:

Produktion von Eiweiß

Dazu tragen die jeweiligen Gene auch verschiedene Information in sich, erfüllen verschiedene Programme, die dann den Zellkernen sagen, welche Eiweißketten sie gefälligst liefern sollen. Und bekanntlich entsteht

Eiweiß aus Aminosäuren.

Diese werden wie bei einer Perlenkette aneinandergereiht, wodurch jedes Mal ein anderes Eiweiß entsteht. Ob nun Tryptophan, Glutamin, Lysin, … Jedes Mal entsteht ein anderes Eiweiß. Jedes Mal ein anders Enzym (Reineiweiß) – und das alles steuert den Körper. So weit, so gut. Alles sehr einfach und übersichtlich.

Doch da beschleicht mich auch gleich wieder eine zunächst schreckliche Idee: Was ist, wenn da 1 Aminosäure fehlt ? Oder, wenn da gar 4 Aminosäuren den Genen in zu geringer Menge angeliefert werden ? Was ist dann ?

Tja, dann gibt‘s eben zu wenige, funktionstüchtige Eiweiße. Dann funktionieren auch die Enzyme nicht. Dann hat man z.B. zu wenig rotes Blut (zu wenig Sauerstoff) im Körper. Dann sind z.B. die Knochen brüchig (Osteoporose), das Immunsystem schwach uvm. Gerade beim Wort Immunsystem sollten man anno 2020 hellhörig werden !!

ALSO: Die Gene können ihre so unbegreiflich geheimnisvolle Funktion nur dann ausüben, wenn man ihnen genügend Aminosäuren liefert. Lieferanteneingang ist der Mund. Das wars auch schon !

Darum ist mir mittlerweile immer unverständlicher, dass Sie mich mit Übergewicht oder wegen einer schweren Depression in der Praxis besuchen, wo doch ein Aminogramm davor schon die wesentlichen Schwachpunkte aufgezeigt hätte. Ja, wofür denke und publiziere ich eigentlich ? Daher noch einmal – in Großbuchstaben:

IHRE GENE BRAUCHEN AMINOSÄUREN !

Zum Nachlesen:  Werden Sie artgerecht gehalten ? (News 13.01.2020), 300 Gramm Eiweiß pro Tag (News 23.12.2017), Gene sind kein Schicksal (News 27.09.2016)

Lysin … und Vitamin C

Lysin allein ist schon pures Glück ! Würde jeder von Ihnen unterschreiben, der oder die schon einmal am Herpes-Virus gelitten hat. Wenn man Glück hatte, dann nur an Lippenbläschen. Mit Pech aber wie die meisten, dann mit Jucken, Beißen und ständigem Kratzen an anderer unangenehmer Stelle.

Eine Steigerung heißt dann Herpes Zoster oder Gürtelrose. Ist besonders schlimm im Gesicht, wenn der Trigeminus-Nerv beteiligt ist. Unerträgliche Schmerzen. Schlimm aber auch am Brustkorb mit brennenden Nervenschmerzen. Betroffene wissen da bestens Bescheid. Und die Ursache davon ist immer das gleiche Missverständnis: Das böse Virus ! Als ob es nur ein paar Viren gäbe und nicht etwa Zehntausende.

Die tatsächliche Ursache für einen Virusinfekt aber ist ein nicht abwehrbereites Immunsystem.

Aber die Frohmedizin weiß um den Segen von LYSIN. Bekanntlich eine lebensnotwendige Aminosäure. Ein Körperbaustein also, jedoch

in der deutschen Medizin praktisch unbekannt !

Lysin nämlich, täglich 3-5 g davon (heißt in meiner Sprache 10 g täglich) befreit zuverlässig von der Herpes-Infektion. Doch warum denkt dann keiner weiter ? Wenn Lysin gegen ein hässliches Virus wie Herpes hilft – ob nun direkt oder indirekt über das Immunsystem, dann könnte es doch auch gegen das Corona-Virus helfen. Warum probiert man das nicht zumindest aus ?

Warum gibt man Covid-19-Patienten nicht Lysin-Infusionen ?

Ganz einfach und erinnern Sie sich an Bodo Kuklinski ? Nichtwissen, fehlende Empathie, Zeitaufwand, Ärger mit Behörden. Ja, auch Behörden ! Versuchen Sie einmal in einem Krankenhaus etwas Neues einzuführen. Z.B. Lysin als Infusion. Da müssen zuerst 5 Ethik-Kommissionen zustimmen und schlussendlich wird der Vorschlag aus wirtschaftlichen Gründen wohl ad acta gelegt.

Sie verwundern wirtschaftliche Gründe ? Ja, an Lysin verdient man nix …

Das gilt übrigens auch für SELEN und ZINK. Beides nachweislich lebenswichtige Nährstoffe, die das Virus direkt angreifen. An seiner Vermehrung hindern. Es in jedem Fall schwächen. Nachweislich ! Wissen das die ärztlichen Leiter in den Spitälern ? Wenn ja, dann denken Sie sich jetzt bitte Ihren Teil …

Ich persönlich nehme es jetzt zur Corona-Zeit zusätzlich hochdosiert. Vorsorglich, denn die Geschichte geht noch weiter:

Lysin ist zusammen mit Vitamin C das wahrscheinlich einzige Mittel gegen den schlimmsten (tödlichen) Feind, den wir genetisch in uns herumtragen. Nämlich

Lipoprotein (a) !

Lp (a) ist hauptverantwortlich für die Gefäßverkalkung, Schlaganfälle, Herzinfarkt. (News 15.08.2018) Ein ganz böser, tatsächlich genetisch verankerter Stoff, gegen den wir keinen direkten Helfer haben. Lp (a) lässt sich einfach nicht absenken. Habe ich selbst ausprobiert. Geht nicht ! Aber laut einem Nobelpreisträger können wir uns vor dieser Gefahr schützen: Durch

Vitamin C und Lysin in der richtigen Dosis.

Da findet man Zahlen wie 3 g Lysin und 3g Vitamin C. Als Träger von Lp (a) jedoch, also höchstgefährdet, würde ich mich aber mit weniger als 10 g beider Substanzen nicht abgeben. Man hat schließlich und sehr wahrscheinlich nur ein Leben.

Und zum Schluss sogar noch ein weiterer Vorteil:

Lysin, Prolin und Vitamin C sind die entscheidenden Bausteine für die Bänder, Sehnen und das Bindegewebe (!!) im Körper. Haben Sie vielleicht ein schlaffes Bindegewebe ? Hier steht eine Lösung ! Auch diese Erkenntnis stammt von einem Nobelpreisträger.

Methionin schaltet Gene ein und aus

Praktische Lebensregeln aufzustellen, ist höchste Kunst. Praktisch meint, dass man es selbst ausprobiert hat. Und auch nachgemessen hat, mehrfach geprüft hat und schlussendlich für gut befunden hat. Doch manche von Ihnen interessiert nicht die Reise, sondern immer nur das Ziel. Sozusagen die QUINTESSENZ. Und das möglichst in einem Satz. So nach dem Motto: Tu dies und lass das !

Diese „Übersetzung“ ist, mit Verlaub, höchste Kunst. So möchte ich Ihnen heute ein bisschen was über die Gene erzählen. Wie Sie mit denen ganz praktisch umgehen könnten. Wie Sie die eigenen Gene (Ihre Erbinformation) selbst in die Hand nehmen können. Ich zitiere dazu aus dem

Bestseller „77 Tipps für ein gesundes Gehirn“.

Die gibt es nämlich wirklich ! Ein Büchlein, das höchst kompliziertes biochemisches Wissen allgemein verständlich vermittelt.

Los geht’s:

Seit einigen Jahren versuchen Wissenschaftler, Krankheiten mit bestimmten Genen in Verbindung zu bringen, allerdings ohne großen Erfolg. Nicht das Vorhandensein eines bestimmten Genes ist Ausschlag gebend, ob eine Erkrankung ausbricht oder nicht. Entscheidend ist, ob das Gen aktiv ist ! Und diese Gen-Aktivität wiederum hat man selbst in der Hand: Der Lebensstil stellt die Gene entweder auf gesund oder krank !

Bislang kennt man mehrere verschiedene Mechanismen der Gen-Regulation. Einer der wichtigsten ist die METHYLIERUNG. Dabei werden Methylgruppen, die nur aus 1 Kohlenstoff-Atom und 3 Wasserstoff-Atomen bestehen, an die DNA angelagert. Befinden sich viele Methylgruppen an einer Stelle, werden die genetischen Informationen weniger abgerufen. Dieses Gen ist dann sozusagen inaktiv. Andererseits liegen an den Stellen, die häufig abgerufen werden, weniger oder keine Methylgruppen. Diese Gene sind dann eingeschalten.

Die Methylierung der DNA unterscheidet sich auch zwischen Menschen, die chronisch krank sind oder völlig gesund. Bei chronisch Kranken sind viele Bereiche der DNA WENIGER methyliert. Der wichtigste Methylgruppen-Lieferant ist die essentielle Aminosäure METHIONIN. Kommt in der Nahrung vor, aber der Körper kann Methionin auch aus Homocystein bilden. Vorausgesetzt, er verfügt über genug Vitamin B12 und Folsäure, die für den Umbau gebraucht werden.

Fehlen diese Nährstoffe aber, so reichert sich das gefährliches Homocystein an. Zusätzlich mangelt es an Methionin, das dringend für die Regeneration der Gen-Aktivität gebraucht wird. Fehlt Methionin, entstehen ungesunde Methylierungsmuster und daraufhin CHRONISCHE ERKRANKUNGEN.

Haben Sie das verstanden ?

Die Aminosäure Methionin spielt eine zentrale Rolle beim Ein- oder Ausschalten von Genen. Bemerkenswert also ist, dass es beim Fehlen von Methionin dann eher zu chronischen Erkrankungen kommt.

Methionin messen wir hier in Roth routinemäßig schon seit 1996. Waren übrigens die 1. Praxis in Deutschland. Und finden bei der deutlichen Mehrzahl der Patienten auch einen Mangel. Den erkläre ich dann regelmäßig mit: Sinkt bei der Virusabwehr ! Heißt, bei einem zu schwachem Immunsystem. Und damit schließt sich der Kreis !

MEIN FAZIT: Kümmern Sie sich um Ihr Methionin ! Diese Aminosäure ist noch wichtiger als Tryptophan. Oder Arginin.

Und kümmern bedeutet:

  • Methionin kann man in Kapseln einnehmen.
  • Methionin kann man essen. Als Eiweiß. Ich z.B. lebe seit über 30 Jahren praktisch von Eiweißpulver. Natürlich in der besten Qualität.

Am einfachsten wäre also ohnehin, einfach mehr Eiweiß zu essen. Zumindest doppelt so viel wie bisher. Soll heißen vielleicht 34 % der täglichen Kalorien und nicht nur 15 %. Die erfolgreichste Triathletin der Welt, Paula Newby-Fraser, isst täglich 45 % Eiweiß. Selbstverständlich auch als Pulver …

QUELLE: „77 Tipps für ein gesundes Gehirn“, Seite 30

Zum Nachlesen:  Gene sind epigenetisch steuerbar (News 12.01.2020) , Blutanalyse statt Genetik (News 06.01.2020)

Mindestens 6 Gramm Arginin täglich

Kennen Sie Dr. Wolfgang Feil ? Jenen PRAKTISCHEN Biologen, der nicht nur Vorträge hält, sondern auch gleich an Ort und Stelle zeigt, was damit gemeint ist: Dr. Feil kennt mich und ich ihn seit 30 Jahren. Auch er hat sein exklusives Wissen über die mühsame Betreuung von Hochleistungssportlern erworben. Mühsam, weil da zählt fast nur die Stoppuhr !

Und dieser Sportwissenschaftler kann auch mit der Corona-Krise umgehen. Weiß um das kompetente Immunsystem. Selbstverständlich, denn das erlebt er täglich bei seinen Sportlern. Und auch ihn hat das Entsetzen befallen über den Umgang der Politik mit dieser weltweiten Krise. Daher schritt Dr. Feil zur Tat und startete einen Aufruf an die Bundesregierung, für den er Unterschriften vieler Wissenschaftler und Ärzte sammelte.

Was schlägt er darin vor ?

Im Grunde die Stärkung des Immunsystems – und im Speziellen:

  • Vitamin D tanken.
  • Arginin nachfüllen.

Denn die Aminosäure ARGININ habe 3 Wirkungen:

  1. Erhöht die Aktivität und Anzahl von Abwehrzellen, T-Lymphozyten.
  2. Sorgt für eine intakte Darmschleimhaut (Stichwort Mikrobiom)
  3. Tötet direkt Krebszellen ab. (News 20.03.2017)

Und wenn man dann noch die News 21.11.2013 berücksichtigt, also die Weitstellung der Blutgefäße inkl. Herz, wie auch die News 08.06.2016, also die Produktion von Wachstumshormon, dann verstehen Sie, weshalb mich eine gerade im Internet gefundene Auflistung einfach nur freut. Dort steht:

Typische Gruppen für einen Mehrbedarf an Arginin sind

  • Patienten mit einem geschwächten Immunsystem
  • Patienten mit Verletzungen, Operationswunden
  • Patienten mit Arteriosklerose und Diabetes
  • Patienten mit einem Mangel an Wachstumshormonen
  • Leistungssportler

Ich denke da auch noch an die Kinder, gestresste Manager, werdende Mütter, überlastete Ärzte uvm. Für die alle ist

Arginin ein Muss !

Diese Aminosäure kann man gar nicht wichtig genug nehmen. Und natürlich kommt es auf die Menge an: Mindestens 6 g täglich. Oft auch 2 Mal täglich.