Heilung beginnt im Darm

Die Idee der MOLEKULARMEDIZIN ist ein wirklicher Fortschritt in der Medizin. Weil sich diese Medizin nicht auf ein Röntgenbild beschränkt, auf ein Kernspin, auf eine Gastroskopie oder auch auf 8 Medikamente täglich (mein letzter Patient). Ein Fortschritt, weil sich die Frohmedizin auf den Menschen (Patienten) konzentriert. Auf seine Heilung ! Nicht nur auf die Leitlinien konforme Behandlung. Auf seine Rückkehr zur Gesundheit, zur Lebensfreude. Was auch immer das konkret für jeden von Ihnen heißen mag.

Eine zentrale Rolle bei jeglicher Heilung spielt das Immunsystem, zumindest in der Frohmedizin. In der Schulmedizin mag es die Pharmaindustrie mit ihren Medikamenten sein.

Das gilt für Erkältungen genauso wie für Krebs oder Depression.

Und was viele nicht wissen: Das Immunsystem lässt sich gezielt auch über den Darm stimulieren. Ganz allgemein durch eine genetisch korrekte und möglichst vielseitige Ernährung. Dadurch entsteht eine vielfältige Darmflora. Und

je vielfältiger die Darmflora, desto gesünder der Mensch.

Ein Forscherteam der Washington University School of Medicine konnte zeigen, dass eine bestimmte Bakterienart, nämlich Lactobacillus reuteri, die Immunzellen in der Darmwand vermehrt. Unter einer Bedingung: Tryptophan (Science. 2017 Aug 25; 357(6353):806-810). Je mehr Tryptophan im Mäusefutter, desto mehr Immunzellen. Und je weniger Tryptophan, desto weniger Immunzellen.

Ein ganz einfacher Zusammenhang, den auch wir Menschen ganz leicht nutzen können. Denn Lactobacillus reuteri haben wir in der Regel genügend in unserem Darm. Aber leider oft nicht

Tryptophan.

Diese essenzielle Aminosäure steckt in Milchprodukten, Fleisch, Eiern, Erbsen, Nüssen und in Kakao. Gibt’s natürlich auch als NEM. Weil Tryptophan den Menschen auch gut schlafen lässt und gegen Heißhungerattacken hilft, unterstützt es die Selbstheilung über diese beiden Wege zusätzlich.

QUELLE: „neue wunder der Heilung“ bei HEYNE. Erscheint am 11.11.2019. In dem Buch geht es ausdrücklich um Heilung (Frohmedizin), also nicht nur um Behandlung (Reparaturmedizin).

Arginin und Citrullin

Die häufigste Todesursache sind immer noch Herzinfarkt und Schlaganfall, also die Erkrankung der Blutgefäße. Und warum werden die kaputt ?

Nun, von außen sieht man es denen auch nicht an. Die sehen bei jungen Gesunden genauso aus wie bei älteren Kranken. Der Unterschied zeigt sich innen: Bei Gesunden ist die Innenseite der Blutgefäße (Endothel) noch völlig glatt, teflonartig. Das Blut rauscht praktisch ohne Verwirbelung durch diese kilometerlangen Röhren.

Durch Kohlenhydrate jedoch, nur ein Beispiel, wird diese Teflonschicht aber beschädigt, bekommt Risse, Kerben, quillt auf. Doch das will der Körper auch sofort wieder reparieren, weshalb sich dort Blutplättchen ablagern und kleine Fettinseln bilden. Die „verkalken“ mit der Zeit. Verringern auch die Elastizität der Gefäße. Man spricht dann von

Arteriosklerose.

Der Menschheit war zwar schon immer bekannt, dass die Natur Gegenmittel bereitstellt, doch wozu wurde denn die Pharmaindustrie erfunden ? Die und nicht mehr die Natur spiegelt sich im Wissen der heutigen Ärzte, in unserem Fall der Kardiologen und Internisten. Es genügt, dort einmal nachzufragen. Die Antwort wird immer lauten:

Dieses oder jenes Pharmaprodukt, z.B. Statine, helfen gegen die Verletzung der Blutgefäße mit nachfolgender Verengung (!).

Die Natur freilich macht das Gegenteil ? Heißt in unserem Fall „NO“. Stickstoffmonoxid. Das Molekül des Jahres (Zitat). Ist in Wahrheit aber ein Gas mit folgenden 3 Wirkungen:

  • Schützt die Innenseite der Blutgefäße,
  • verhindert Verklumpung von Blutplättchen,
  • entspannt und weitet damit die Blutgefäße.

Also das perfekte Arzneimittel, geliefert von der Natur ! Wie man weiß, in der praktischen Form der

Aminosäure Arginin.

Für dieses Wissen gab es 1998 den Nobelpreis. Haben Sie es von Ihrem Kardiologen jemals bekommen ? Erinnert mich an die 13 Vitamine. Für 9 davon gab es den Nobelpreis. Hat Ihnen Ihr Kardiologe jemals Vitamin E verschrieben ? Die Herrschaften stehen alle über den Dingen … ignorieren Nobelpreise !

Arginin also produziert NO mit seinen segensreichen Wirkungen auf Ihre Blutgefäße. Die schützen tatsächlich vor Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Wirkungen interessieren auch Sportler, denn mit weit geöffneten Blutgefäße ist man einfach leistungsfähiger. Diese Zusammenhänge haben die Meisten von Ihnen auch verstanden.

Nehmen dann also Arginin und sind maßlos enttäuscht: Der im Blut gemessene Arginin-Spiegel sei sogar gesunken, heißt es dann. Warum ? Die Ursache heißt Arginase. Dieses Enzym baut das Arginin ab. Von Arginase kann man leider sehr viel haben ! Dann gehört man oft zu den „viel zu früh und unerwartet …“.

Doch auch in diesem Fall hilft uns die Natur. Die Natur lässt uns nicht im Stich ! Da gibt es nämlich eine weitere Aminosäure namens

Citrullin.

Die wird von Arginase in Ruhe gelassen und in den Nieren sogar wieder in Arginin umgewandelt – durch ein weiteres Enzym. Man stellt sich so zu sagen sein Arginin also praktisch selbst her. Und in welchen Nahrungsmitteln steckt dieser Wunderstoff Citrullin ? Die fröhliche Auskunft lautet: Wassermelone, Kürbis und Gurken. Weniger lustig: Man müsste davon etwa 2-3 g pro Kilogramm Körpergewicht essen.

Amüsiert mich ! Wären das doch so etwa 2 kg Gurken jeden Tag – das ganze Leben lang. Andererseits: Genau darum gibt es NEMs !!

Arginin steigert nicht nur die Leistung

Arginin ist eine der lebenswichtigen Aminosäuren. Zugleich die wichtigste Quelle unseres Körpers für NO. Dem Stickoxid. Jenes Gases, das die Blutgefäße weit, weit öffnet. Dadurch die Durchblutung steigert. Wenn man genug Arginin abbekommt ! Dann nämlich lässt sich

die Durchblutung ohne weiteres bis auf das Doppelte steigern …

Passiert z.B. in Tibet. Dort können manche Menschen auch auf 4.000 m Höhe noch schwer körperlich arbeiten. Die haben nämlich 10 mal mehr von diesem göttlichen NO im Blut als wir Europäer. (News vom 08.11.2007). Das könnten wir aber auch ! Prof. Louis Ignarro hat schon 1998 gezeigt, dass NO im menschlichen Körper auch natürlich entsteht. Aus Arginin. Dafür gab’s den Nobelpreis.

Arginin wirkt Wunder. Eiweiß wirkt Wunder. Wieder einmal ! Ein Wort, das seit 30 Jahren mein Leben und meine Leistungsfähigkeit bestimmt. Sowohl die des Körpers als auch die des Gehirnes. Und ich weiß mittlerweile, dass Sie, liebe Mitmenschen, sich leider mit einer schwachen Durchblutung begnügen. Mit wenig Sauerstoff !

Das zeigt mir Ihr Arginin-Wert im Blut. Gemessen liegt der meistens so bei 100. Erwünscht wären aber 110 bis 180. Was glauben Sie, wie hoch mein Argininspiegel ist ? Erraten Sie nie !

Und es geht bei Arginin nicht nur um mehr Leistung (News 21.11.2013): Es geht auch um

  • warme Hände und Füße – auch im Winter ! (News 05.01.2017)
  • den 40 % (!) verbesserten Zuckerstoffwechsel bei Diabetikern.
  • sogar mehr Wachstumshormon, bekanntlich unser Jungbrunnen. Muss dazu aber in reiner Form (als Pulver) und am besten nüchtern konsumiert werden. (News 05.06.2013)

ARGININ erweitert die Blutgefäße aktiv. MAGNESIUM tut das passiv.

Wer klug ist, nützt beides !!

Von ganz unten …

Manche von Ihnen wissen, wovon ich spreche. Man steckt tief im Loch. Hat Ängste, Depressionen und dergleichen. Leidet massivst und sucht natürlich Hilfe, aber findet keine. Wo auch ? Und das wird so bleiben ? Das ganze Leben ?

Doch nun zu einem Beispiel aus der Frohmedizin … Soll das Ganze – mit happy end – veranschaulichen:

Ein Töchterlein ist seit 10 Jahren kaputt, müde, untergewichtig. Zugleich extrem aggressiv. Hat Panikattacken, Tinnitus, ständig Bauchschmerzen, Schlafstörungen. Schon bei geringster Belastung Luftnot. Fällt auch „einfach mal hin“ … gleich Kieferbruch. War schon 2 Mal stationär in der Psychiatrie. Hätte Chorea Huntington, wo die Nerven verkümmern. Kann man nichts machen … so, so !

Das war vorher. Jetzt kommt nachher. Bericht der Mutter nach 4 Monaten:

Großes Lob, Herr Dr. Strunz ! Die Behandlung von Ihnen (nach Blutanalyse) hat „voll eingeschlagen“. Aggressionen und Panik sind völlig weg. Unsere Tochter ist wieder ein Mensch. Und das nach 10 Jahren ! Nur ein kleiner Wermutstropfen (völlig gesund hatten wir ohnehin nicht erwartet) ist geblieben: Sie ist weiterhin traurig und weint oft. Können Sie da noch etwas machen ?

Zunächst:

Wieder so eine Wunderheilung der Frohmedizin … !

Schließlich hatten sich neben 2 Kliniken auch noch viele Ärzte um das Töchterlein gekümmert. Erfolg – wenig überraschend – praktisch 0. Wie denn auch ? Chorea Huntington … ist genetisch bedingt und nicht heilbar. Meint die Schulmedizin. Am besten schiebt man es dann auf eine genetische Ursache, einen unheilbaren Zustand. Nachsatz: Was soll man da noch machen ?

Darum der Begriff „Resignationsmedizin“ …

Dass bei der Patientin ein katastrophales Aminogramm vorlag, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Doch wir Frohmediziner haben mit dem Aminogramm (der Messung) ein so gut wie unschlagbares Instrument in der Hand, dessen sich noch kaum jemand bedient hierzulande.

Die Tochter sei noch traurig, hieß es. Auch Sie würden wohl sofort an Tryptophan (als Vorstufe von Serotonin) denken, oder ? Das lag anfangs bei 47. Normal sind 36-125, der Durchschnitt 81. Tryptophan war also unterdurchschnittlich vorhanden, der Blutwert zu tief. Die Mama ließ dann wieder messen. Tryptophan war zwischenzeitlich auf 67 gestiegen, ist aber immer noch zu tief. Erst recht, wenn die Tochter oft weint.

Nur zu Ihrer Information: 81 ist der Durchschnitt. Mein persönlicher Wert liegt derzeit bei 220. Ist natürlich Absicht. Ich muss schließlich täglich das Leid von nahezu hoffnungslosen Fällen der Schulmedizin an meinem Schreibtisch „aushalten“.

Die Lösung ? Wir probieren ab jetzt „neue“ Kapseln Tryptophan. Die sollten besser wirken als die Bisherigen. „Schau‘n mer mal“, würde der Kaiser sagen. Und die Mama wird sich wieder melden !

PS: Erinnern Sie sich noch an die News vom 30.08.2014 (Zum Glück gibt es Zink) ? Dort hatte der Patient zwar immer genug Tryptophan gegessen, es der Körper dann aber nicht in Serotonin umgewandelt. Es hatte ihm am dazu nötigen Zink gefehlt. Dem Eiweißmanager. Konkret lag der Zinkwert bei 0,74, normal sind 0,78 bis 1,43. Ich persönlich habe 1,62 …