Aus Tyrosin wird Noradrenalin …

Das positive Stresshormon. Warum ich gleich so direkt beginne ? Na, weil Ihr häufigster Wunsch in meiner Praxis lautet: „Bitte mehr Energie !“ Bei Ihrem Hausarzt, Ihrem Internisten, Ihrem Diabetologen, Ihrem Rheumatologen scheinen Sie diese Bitte nicht zu äußern. Kommt Ihnen wohl eher „unpassend“ vor …

Dabei ist „mehr Energie“, mehr innerer Antrieb, ein Hauptthema des Menschseins. Stichwort Testosteron … Drängen, Wollen. Sieht die Evolution übrigens ohne jede moralische Bewertung, mit der wir selbst so rasch bei der Hand sind. Besonders, wenn man weiblich ist, und sich nur mit etwa 10 % dieses Antriebshormones zufriedengeben muss.

Nun weiß vor allem die Frohmedizin um die Bedeutung der Epigenetik, um die Wichtigkeit des Lebensstils. Der bekanntlich tägliches Laufen, tägliche Entspannung und täglich genetisch korrektes Essens beinhalten sollte. Das weiß man heute (auch dank Internet !!) alles. NUR: Was nützt einem dieses Wissen, wenn man abends um 20 Uhr erschöpft in seinem Sessel sitzt und keinerlei Antrieb mehr hat ?

Die Lösung dessen bestünde also in „mehr Energie“ !

In mehr innerem Antrieb – am besten von früh bis spät. Und was gibt es dazu nicht alles für gute Ratschläge, Tipps und Tricks. Vom Espresso bis zum Power-Napping in der Mittagspause und dergleichen … Folglich war DIE QUELLEN DER ENERGIE einstmals auch eines meiner Seminarthemen für viele Jahre. Genau aus den oben genannten Gründen.

Und dabei stieß ich auch auf eine bemerkenswerte Story aus dem Falkland-Krieg: Dort waren die Bomber-Piloten in England gestartet und dann über 20 Stunden lang HELLWACH UND KONZENTRIERT im Einsatz gewesen. Und wie haben die das geschafft ? Durch TYROSIN. Eine unscheinbare, in der Wirkung jedoch gewaltige Aminosäure. Die gehört in die Reihe

Phenylalanin – Tyrosin – Dopamin – Adrenalin – Noradrenalin

Aus dem Vorgänger wird jeweils der nachfolgende Nährstoff. Aus genügend Tyrosin also (man könnte auch Phenylalanin sagen) wird im Körper letztlich

NORADRENALIN, das positive Stresshormon.

Noradrenalin lässt uns unter höchster Belastung diese weiterhin als glückhaft empfinden. Man bleibt fokussiert, hat Blutdruck und Puls im Griff und erlebt scheinbar grenzenlose Energie. Doch was macht der Otto Normalverbraucher ? Der „behilft“ sich mit einem Kaffee nach dem anderen, mit Nikotin oder Zucker (in welcher Form auch immer).

Der eindeutige Vorteil von Tyrosin jedoch ist, dass es sich um eine Aminosäure handelt ? Ein sehr gesundes Naturprodukt also. Das könnte man auch jeden Tag essen, fragt sich nur wie viel ? Tja, genau das ist der springende Punkt ! Mein Vorschlag:

Testen

Denn die Lösung ist individuell. Will heißen, dass jeder eine andere Vorstellung von ENERGIE hat. Geschätzt 3-5 g Tyrosin täglich nimmt man übrigens durch die Nahrung auf. Den „Rest“ müsste man dann ergänzen …

PS: Bitte denken Sie auch an Folsäure ! Die braucht man nämlich zur Herstellung von Serotonin, Noradrenalin und Dopamin auch. (News 17.11.2016)

Zum Nachlesen:  Lebenslust dank Tyrosin (News 23.12.2020) , Rauchen und problemlos aufhören (News 13.09.2016)

Methionin ist die wichtigste Aminosäure

Wie würden Sie einen Menschen bezeichnen, der sich rechtzeitig, sehr bewusst und ohne großen Aufwand vor Krebs schützt ? Ich würde den klug nennen.

Doch gab es da nicht die große Entdeckung der Genmedizin, dass es Krebs-Gene gibt. Und als eine 2. große Entdeckung der Genmedizin die Epigenetik. Wodurch man Krebs-Gene an- und ausschalten könne. Ja, gab es ! Und der entscheidende Punkt dabei ist die „Methylierung“, denn abgeschaltet wird durch eine Methylgruppe, deren Basis METHIONIN benötigt. Damit also wären wir beim Thema:

Nun weiß ich als einer der wenigen Ärzte in Deutschland, dass gut 2 Drittel der Menschen deutlich zu wenig von dieser Aminosäure im Blut haben. Früher war ich darüber immer erschrocken, doch mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt. Habe verstanden, dass Menschen sich immer erst beklagen, (1.) wenn es zu spät ist und (2.) sich auch hätten vorbereiten können. Das Wissen ist ja da und auch jederzeit leicht anwendbar.

Nun muss man Methionin einerseits essen und andererseits wird es auch wieder verbraucht. Ei gucke da ! Und genau diese 2 Tatsachen teile ich nun schon seit Jahrzehnten meinen Patienten mit. Das lautet dann folgendermaßen.

Viel zu wenig Methionin, welches ja Krebs-Gene stummstellt und auch bei der Virusabwehr hilft.

Denn tatsächlich erfolgt ein wesentlicher Teil der Virusabwehr durch Methionin.

Bild: www.strunz.com

Es geht in diesen News hier also um eine Koppelung. Um etwas so Alltägliches wie die Virusbekämpfung gekoppelt mit dem daraus resultierenden fehlenden Schutz vor Krebs. Da können dann ggf. Krebs-Gene eben nicht mehr stummgestellt werden, wenn Methionin fehlt … ! Wohl auch eine der Erklärungen von wahrscheinlich wieder 500.000 Krebsopfern 2021.

Wirklich lauter unvermeidbare, scheinbar vom Bösen in der Welt verursachte Krebsopfer ?????

Darüber kann die Molekularmedizin nur den Kopf schütteln und sich wundern. Sich wundern darüber, dass Menschen sich z.B. regelmäßig und gerne mit der nächsten Urlaubsreise beschäftigen, aber nur selten daran denken, sich auch mal gezielt vor Krebs zu schützen !

Und METHIONIN hat sogar noch eine 3. Funktion, vielleicht sogar noch wichtiger als die 2 Genannten. Wissen Sie’s ? Jedes einzelne Eiweißmolekül im Körper beginnt mit der Aminosäure Methionin. Will heißen: Ohne Methionin kommt so eine Kette von Aminosäuren (= Protein) gar nicht zustande !! Also ohne Methionin wird Eiweiß im Körper gar nicht aufgebaut !!.

OHNE METHIONIN GIBT’S AUCH KEIN EIWEISS IM KÖRPER.

Heißt ganz praktisch gesagt: Kein Knochengerüst, kein rotes Blut, kein Immunsystem, keine Muskeln usw. Die alle gibt’s dann nicht !!

METHIONIN IST folglich DIE WICHTIGSTE AMINOSÄURE. LEBENSWICHTIG.

Womit wir auch wieder beim Aminogramm angelangt wären. Oder bei meinem neuesten Buch „die amino-revolution“. Was Ihnen halt lieber ist. Von dem ist schon nach 3 Wochen eine 3. Auflage nötig …

Zitat Dr. Strunz am 23. März 2021

Wenn man in Ernährungsratgebern stöbert, könnte man den Eindruck gewinnen, der Mensch besteht aus Vollkorn. Doch „Korn“ heißt übersetzt Mehl und schlussendlich „leere Kohlenhydrate“ !

Aminosäuren sind die mit Abstand wichtigsten Bauteile des Körpers. Abgesehen von den Unmengen Wasser, das in jeder Körperzelle herumschwappt, sind die zu Proteinen gefalteten Aminosäuren unsere wichtigste Substanz ! Hierzulande einfach Eiweiß genannt. Je nach Größe und Statur kommen da gerne 12 kg zusammen. Erst dann folgen Fett mit rund 10 kg, Mineralien mit 4 kg und nur 0,5 kg entfallen auf Kohlenhydrate. Ganz offensichtlich besteht der Mensch also nicht aus Vollkorn, sondern aus Eiweiß, Fett und Vitalstoffen aller Art.

Jede Körperzelle, jedes Gewebe, die Haut, die Haare, das gesamte Immunsystem, alle Hormone und Enzyme, unsere Neurotransmitter … sind alles Aminoknäuel !

Originalbeitrag:  Besteht der Mensch aus Vollkorn ?

Zitat Dr. Strunz am 22. März 2021

Die Frohmedizin, insbesondere die Molekularmedizin, hat seit langem schon eine Lösung für verzweifelte medizinische Probleme parat. Und zwar eine grundsätzliche wie generelle Lösung, wenn die Schulmedizin immer und immer wieder versagt. Wenn man dann notgedrungen zu Psychopharmaka verdonnert wird … Dann nämlich hilft mit großer Wahrscheinlichkeit das AMINOGRAMM. Das ist für die Schulmedizin, wie sie heute gelehrt und ausgeübt wird, immer noch neu !

Stimmt das Aminogramm, dann ist man im Grunde gesund. Innerlich stabil.

Originalbeitrag:  Wir haben die Lösung !

Die Medizinuniversitäten von heute kultivieren das Nicht-Wissen.

Originalbeitrag:  Schicksale …

Die Haut ist normalerweise eine Barriere

Haben Sie sich schon einmal überlegt, was ihre Haut täglich so alles leistet ? Die ist nämlich eine Barriere. Verhindert, dass Bakterien oder andere „Fremdstoffe“ in den Körper gelangen. Jedoch schützt diese Barriere bei den Einen besser, bei den Anderen schlechter. Funktioniert demnach nicht bei allen Menschen gleich gut.

Eine schlechte (Haut-)Barriere ist unangenehm bis fürchterlich und wird in der Medizin Neurodermitis genannt. Dabei ist die Haut trocken, juckt und entzündet. US-Wissenschaftler haben sich dabei die Rolle eines bestimmten Proteins näher angesehen, das hauptsächlich in der Haut vorkommt und

Ctip2 (COUP-TF interacting protein 2).

Patienten mit Neurodermitis haben oft nur sehr wenig von diesem Protein in der Haut. Mangelt es daran, wird die Haut trocken, weil nicht genügend Fett eingelagert werden kann. Weiters nehmen Entzündungen zu und die Lymphknoten können anschwellen. Warum diese Herstellung des speziellen Hautproteins gestört ist, weiß man in der Medizin noch nicht. Doch dazu brauche ich als Frohmediziner gar keine Untersuchung, sondern ein bisschen Hausverstand reicht ebenso:

Von Nichts kommt nichts !

Wem also essentielle Aminosäuren fehlen, wer ein niedriges Gesamteiweiß hat, in dessen Haut können sich diese speziellen Hautproteine dann auch nicht bilden. That’s it …

Die Herstellung der Hautproteine kann man sich so vorstellen: In den Hautzellen schwimmen Aminosäuren herum. Viele davon hatte man einmal gegessen. Über den Darm sind die dann ins Blut gelangt und wurden danach von den Hautzellen aufgenommen. In den Hautzellen schwimmen zudem auch Baupläne für die Herstellung von Proteinen umher, darunter der Bauplan für Ctip2.

Schwimmen nicht nur in den Hautzellen zu wenig Aminosäuren umher, so können die Baupläne natürlich nicht richtig ausgeführt werden. Dann bilden sich Proteine entweder gar nicht oder werden gar falsch zusammengebaut und funktionieren deshalb nur eingeschränkt. Nun messe ich in der Praxis nahezu täglich

erschreckend niedrige Aminosäurespiegel !

Daher meine Abschlussfrage: Wie soll der Körper die schützenden Proteine für Ihre Haut bilden, wenn viel zu wenig Aminosäuren da sind ? Erst recht bei Neurodermitis.

QUELLE:  PLoS One. 2012; 7(12): e51262