Tumorfreie Sonntage

Heute wollen wir mal wieder einen lebensentscheidenden (es ist IHR Leben) Sachverhalt spannend illustrieren. Ist alles dabei: Prominenz, Krebs, Triathlon, und – zum Nachmachen – auch der Mann auf, pardon, von der Straße.

Anton Engelbert Sailer, genannt Toni, war eine Lichtgestalt meiner Jugend. Den (schwarzen) „Blitz von Kitz“ hat alle Welt bestaunt. Holte sich 1956 sämtliche Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen, bei den Weltmeisterschaften 1958 fast ebenso (Zweiter im Slalom). War ein sehr fescher Mann, später dann auch Schauspieler und Sänger. Und in den letzten Wochen – leider unrühmlich – sogar wieder in den Schlagzeilen.

2009 verstarb Österreichs „Sportler des Jahrhunderts“ – mit 73 Jahren. Das kann passieren. Aber wie Herr Sailer in seinen letzten 4 Jahren gekämpft und gelitten haben muss, das sollte man sich wirklich versuchen zu ersparen:

2005  Gehirntumor
2006  Zungenkarzinom
2006  Prostatakrebs
2007  Speiseröhrenkrebs

Zweifelsohne grauslich. Heißt aber dennoch:

Krebs ist systemisch !

Besser kann man es nicht beweisen. Es ist ein Irrtum von Brustkrebs zu sprechen, von Darmkrebs, von Lungenkrebs, von Prostatakrebs. Denn

Krebs betrifft immer den ganzen Körper !

Erinnern Sie sich? Zuerst beleidigt man seine Mitochondrien. Die schmollen dann und stellen die Energieproduktion (ATP) ein. Daraufhin muss der Körper notgedrungen auf Zuckervergärung in der Zellsuppe umstellen und dann ist der da, der Krebs.

Also müsste Krebs, wenn überhaupt, „ganzheitlich“ behandelt und geheilt werden. Wird er aber nicht. Darum verliert die (Schul-)Medizin auch regelmäßig gegen diese Krankheit. Seit 2010 übrigens ist Krebs die häufigste Todesursache auf dieser Welt. Tendenz (weiterhin) steigend …

Doch nun zu viel Erfreulicherem, zur Lösung des Problems:

Da möchte ich Ihnen von Günther erzählen. Ist ein Freund, 56 Jahre alt, Geschäftsführer (mit 12-Stunden-Tag). Also ein seriöser Herr mittleren Alters. Der auch beim Triathlon in Roth an den Start geht und zuletzt die Radstrecke von 180 km in 4 Std. 53 Min. bewältigt hat.

Anmerkung: Die Profis brauchen bis zu 4 Std. 30 Min.

Die 4 Std. 53 Min. von Günther waren natürlich die Bestzeit in seiner Altersklasse. Das will was heißen, beim größten Triathlon der Welt. Und wenn wir plaudern, dann erzählt er mir von Zeit zu Zeit von seiner üblichen 180 km-Trainingsfahrt an den Sonntagen. Bei Puls 140. Das sei sein Trainingsalltag … in der kargen Freizeit.

Und auf diesen 180 km auf dem Rennrad trinkt er für gewöhnlich nur 2 Mal WASSER. Isst auch nichts. Keine Powerriegel, keine Bananen, keine Müsliriegel … nichts von dem üblichen Quatsch (Zitat Dr. Warnecke). Aber wissen Sie, was Günther da jeden Sonntag auch noch macht ? Sie glauben vielleicht, der trainiert nur hoch intelligent seine Fettverbrennung.

In Wahrheit zerstört er seine Krebszellen. Oder macht ihnen zumindest das Leben sehr schwer, denn in diesen Stunden verbrennt jedes, tatsächlich jedes Rest-Molekül Zucker in seinem Körper. Er macht damit den Körper sozusagen

tumorfrei. Immer wieder sonntags !

Wann wollen denn Sie in Ihre tumorfreien Sonntage starten ? Ehrlich gesagt, man kann damit nicht früh genug beginnen. Ebenso mit dem Verzicht auf die wohl gefährlichsten Lebensmittel, die der Mensch bislang erfunden hat. Gemeint sind Zucker und Mehl !

Die sind in hohem Maße unnatürlich und führen zu systemischen Krankheiten (wie z.B. Krebs) …

10 bis 100 Kilometer

„Laufen !“ ist der Titel des (in Eigendefinition) „fundiertesten deutschsprachigen Laufbuches“. Der Untertitel: „Vom Einsteiger bis zum Ultra-Läufer“. Und als Button vorne darauf: „Inkl. Trainingspläne von 10 bis 100 km.“ 100 km … da kann ich nicht widerstehen. Hab’s aufgeschlagen … Eine unglaubliche Erfahrung !

Ist ein sozusagen komplettes Buch. Im Sinne von 100 %. Darin findet man wirklich alles zum Thema Laufen. Jede nur denkbare Frage wird beantwortet: Vom effektiven Laufstil über den respiratorischen Quotienten, Einlegesohlen, einem Hund begegnen, wie man Trainingspläne erstellt, was man bei Reizmagen tut, bei Seitenstechen bis hin zur Verpflegung bei 100 km-Läufen … Das alles findet man außerordentlich kompetent beantwortet.

Kompetent weshalb ? Dr. Dr. Lutz Aderhold, der Verfasser, ist einer der besten deutschen 100 km-Läufer. Weltmeister in der 100 km-Mannschaftswertung. Hat er neben einer übervollen Zahnarztpraxis geschafft. Hat authentisch so ziemlich alles zum Thema Laufen erlebt !

Laut Dr. Dr. Aderhold durchlaufen mittlerweile viele Menschen im Laufe ihres Lebens den schleichenden Prozess zum metabolischen Syndrom („Wohlstandssyndrom“). Doch:

Nur mit ausreichend Bewegung, guter Ernährung und den richtigen Gedanken haben Sie Zugang zu mehr Gesundheit.

Dazu der Merksatz: Laufen kann auch als Mittel zur Problemlösung und Ideensammlung dienen !

Ein Hochgenuss sind weitere Zitate (aus „Laufen !“):

Laufen ist eine grundlegende physiologische Handlung menschlichen Seins. Dazu benötigen wir keine Anleitung, keinen Kurs und keine besondere Life-Style-Ausrüstung. Laufen ist überall und jederzeit in jedem Lebensalter möglich. Außerdem ist Laufen eine umweltverträgliche Sportart.

Im regenerativen Dauerlaufbereich bildet jetzt der Körper Serotonin, das macht den Kopf frei und sorgt für gute Laune. Beim extensiven Dauerlauf kommt der Gedankenfluss dank ACTH so richtig in Gang. Laufen Sie dann noch schneller, sind vielleicht die Endorphine im Spiel. Körperliche Aktivität stimuliert die Bildung und Verschaltung von Nervenzellen.

Oder auch:

Die Schulung der Achtsamkeit führt zu einer neuen Sichtweise, weil sie dem Meditierenden die Kraft und Bedeutung des gegenwärtigen Augenblicks erschließt. Der gegenwärtige Augenblick ist die Zeit, in der wir leben. Vergangenes ist vorbei, Zukünftiges noch nicht geschehen. Die Bereitschaft, im Augenblick zu leben, fördert ganz allgemein unsere Gesundheit.

Und letztlich, fast unglaublich, die Aufzählung aller 47 essentiellen Nährstoffe:

Dabei handelt es sich um 13 Vitamine (Vit. A, B1, B2, B3, B5, B6, B9, B12, C, D, E, H und K), 6 Mineralstoffe (Ca, Fe, K, Mg, Na, und Cu), 14 Spurenelemente (Cr, J, Mn, Mo, Se, Zn, Ni, Li, Co, F, Si, Rw, V, P), 2 Fettsäuren (Omega-3, Omega-6), sowie 12 Aminosäuren (Arginin, Isoleucin, Leusin, Valin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Histidin, Cystein und Prolin).

„Laufen !“ (Neuauflage 2018) von Dr. Dr. Lutz Aderhold ist ein aufregendes Buch. Für mich jedenfalls … Für Sie hoffentlich ein Wegweiser !

Als „PS“ vielleicht noch ein Zitat aus der Einleitung: Die Entwicklung unserer Wohlstandsgesellschaft hat dazu geführt, dass sich die Deutschen Anfang des letzten Jahrhunderts täglich 20 km zu Fuß fortbewegten, 1950 immerhin noch 10 km und heute nur mehr knapp 700 m. Das hat zu erheblichen Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft geführt.

Taten und nicht Emotionen steuern das Tun

Gelegentlich landen auf meinem Schreibtisch eher kryptische Texte. Sind nicht gleich verständlich. Muss man dann mehrmals lesen, um sie zu verstehen. Texte, die einem aber oft einen Schritt weiterhelfen, durchaus klüger machen. Hier unterhalb sehen Sie so ein Exemplar. In dem Text geht es um Emotionen und das Handeln. Das Tun. Da wird eine sehr wesentliche Stufenleiter aufgebaut !

Gemeinhin sind wir einverstanden mit der Feststellung, dass unsere Emotionen das Handeln steuern. Wenn wir lieben, tun wir dies, wenn wir hassen, tun wir das. Einverstanden. In dem mir übermittelten Text wird das aber ein bisschen aufgedröselt:

Nicht Emotionen steuern unser Handeln, sondern Emotionen sind das Resultat einer Handlung. Also umgekehrt ! Allerdings ist der Sprung von der Emotion zum Gefühl (noch) unklar. Jeder fühlt anders. Aber: Emotionen sind die Ziegelsteine für das Gefühl.

Ein Gefühl entsteht also aus Emotionen. Es wird aufgebaut wie eine Mauer aus Ziegelsteinen. Weiter im Text:

Liest man Studien über den Zusammenhang von Emotion und Handlung, so wird meistens ein nicht linearer, inverser U-shaped Zusammenhang festgestellt.

Heißt übersetzt: Kleine Emotion (z.B. wenig Liebe), keine Handlung. Mittelgradige, vernünftige Emotion: Handlung. Zu starke Emotion (z.B. Hass): Keine Handlung. Stillstand. Starre. Das wird in dem Text allerdings anders gedeutet:

Unser Handeln wird von den im Gehirn kreierten Erwartungswerten beeinflusst. Und deren Bildung wird enorm von Molekülen beeinflusst. Wie z.B. vom Kuschelhormon Oxytocin, vom Antriebshormon Dopamin, vom Glückshormon Serotonin usw..

Weil wir dank Epigenetik, also dem Aktivieren und Stummschalten von Genen, beeinflussen können, welche Moleküle uns erreichen, und das (ein gewisser) Prof. Barrett auch aufzeigt, dass das Gehirn von Handlung lebt und nicht von Denken (Vorsicht: Meditation ist tun, handeln !) … beeinflusst …. unser Handeln unser Tun und nichts anderes. Dazu folgende Erläuterung:

In einer Studie mit Surfern wurde festgestellt, dass gute Wellen von Amateuren gleich gut erkannt werden wie von Profis. Allerdings erkennen Profis riskante Wellen deutlich besser als Amateure. Gefährliche Wellen erfordern mehr Erfahrung, erkannt zu werden, weil man auf ihnen schon einmal geritten sein muss. Das bessere Erkennen gelingt also nur durch Handlung.

Es sind eben Handlungen, die unsere Handlungen steuern. Nicht Emotionen. Das ewige Pendel der Handlung, der Kausalität, schwingt immer weiter.

Soweit der Text. Für mich bleibt hängen: Handeln beeinflusst unser Handeln. Taten unser Tun. Denn Handeln (Bewegung, Ernährung, Denken) reguliert über Epigenetik Hormone in unserem Gehirn, die ihrerseits Gefühle vermitteln, die dann Handlung anstoßen.

Wenn man also eine (gute) Tat vollbringen will, dann muss man … TUN. Nicht nur darüber reden … Und wenn man ein langes, sogar schönes und erfülltes Leben führen will, so nützt der fromme Wunsch allein wenig. Da kann man Jünger um sich sammeln, kann predigen, kann berühmt werden, jedoch wenn man nicht selbst handelt, nicht selbst zur Tat schreitet, erreicht man nichts von diesem Ziel.

Das bringt uns zum denkbar einfachsten TUN, dem Laufen oder Rennen oder zur Bewegung generell. Der bekannte Spruch „Laufen Sie um Ihr Leben“ hat also nicht nur mit dem banalen „am Leben sein“ zu tun, sondern auch mit der Qualität des Lebens. Laufen ist das zentrale Geheimnis (des Lebens). Deswegen hat der Mensch 2 Beine, die nicht nur aus Knochen, sondern auch Muskeln bestehen !

Jedenfalls sollte es so sein.

PS: Als Verfasser des genannten Textes hat sich übrigens mein Sohnemann herausgestellt.

Im Ozean ohne Beine …

Von der Lavawüste in Hawaii hat man in letzter Zeit des Öfteren gehört. Sei der ultimative Test, das unschlagbare Trainingsmittel, um Ehrgeiz, Penetranz, Ausdauer zu erreichen. Also genau jene Eigenschaften, die man in unserer Welt braucht, um erfolgreich zu sein. Ob nun beruflich oder privat:

Man muss durchhalten können !

Das Leben ist nicht immer ein Kindergeburtstag. Das weiß jeder von uns. Beinahe täglich stößt man auf Hindernisse, auf Mauern, auf Fallgruben. Oft genug muss man auch wieder von vorne anfangen. Z.B. nach einer Geschäftsaufgabe oder in einem neuen Job. Mit Ehrgeiz, Penetranz und Ausdauer kommt man da wohl eher ans Ziel !

Dort auf Hawaii, beim „Ironman“ gibt es folglich auch „alles“: Kerle mit 120 kg genauso wie Menschen ohne Beine. Querschnittsgelähmte und Polio-gelähmte im Rollstuhl. Wie man dann schwimmt ? Googeln Sie bitte im Netz und schauen Sie sich das an.

Und schämen Sie sich ! Genau darauf will ich hinaus …

Das „Schämen“ möchte ich erklären und illustrieren an meiner Lieblingsgeschichte aus Hawaii: Da gibt es eine Sarah Reinertsen. Die junge Dame hat seit ihrer Kindheit nur ein Bein. Links trägt sie ab der Hüfte (!) eine Prothese. Das ist insofern äußerst erwähnenswert, weil man ohne Oberschenkelmuskulatur nicht Rad fahren (treten) kann. Reinertsen fährt also nur mit einem Bein Rad !

Vom Sport wurde sie in der Schule natürlich ausgeschlossen. Hat natürlich ihre Seele sehr verletzt. Die übliche (?) Trotzreaktion: Denen zeig ich’s ! Wurde dann Sportlerin mit nur einem Bein. Trat 2004 in Hawaii an und schwomm und radelte einbeinig durch die Lavawüste. Sie kam jedoch 15 Min. zu spät in die Wechselzone. Damit war sie out. Durfte den Marathon nicht mehr laufen !

In meine Seele hat sich dann folgendes Bild der jungen Sportlerin eingebrannt: Darauf hin setzt sich das Fräulein Reinertsen am Straßenrand auf einer Kiste beginnt bitterlich zu weinen. Wirkt völlig am Boden zerstört. Und warum das alles ?

SIE WEINTE, WEIL SIE DEN
MARATHON NICHT RENNEN DURFTE !

Dieses Bild habe ich jeden Tag vor Augen, wenn ich mit Patienten über das Thema Bewegung spreche. Sie zu ein bisschen Jogging überreden möchte. Ich manchmal sogar das Wort Marathon in den Mund nehme und … dann das blanke Entsetzen in Ihren Augen sehe. Oftmals auch nur das innerliche Kopfschütteln …

Dabei hätten die Meisten von Ihnen (noch) 2 gesunde Beine. Könnten die anstandslos benützen. Und die verehrte Frau Reinertsen ist einbeinig und zerfließt in Tränen, weil sie keinen Marathon laufen darf !!

Verstehen Sie den Unterschied ? Verstehen Sie jetzt, warum ich sage:

Schämen Sie sich, bitte !

Sarah hat im Jahr darauf die Lavawüste von Hawaii bezwungen. Die wird den Rest Ihres Lebens ziemlich sicher alles schaffen, was sie anpackt. Sie wird zwangsläufig Erfolg haben, weil sie einfach nicht aufgeben wird. Weil sie WEISS, dass sie durchhalten kann.

Oder nehmen wir Scott Ringsby. Hatte mit 18 Jahren einen Autounfall. Verlor beide Beine. Hat die Lavawüste von Hawai ebenfalls geschafft. Und keinesfalls fehlen dürfen die Querschnittsgelähmten, die durch Polio gelähmt im Rollstuhl sitzen, wie etwa Minda Dentler.

Haben Sie eine Vorstellung, wie man ohne Beine 4 km im Ozean schwimmt ? Und dann nur mit der Kraft der Arme 180 km Rad fährt, 42 km den Rolli bewegt ? Bei brütender Hitze ! Eventuell starkem Wind ? Eine kurze Steigung von 10 % mit dem Rollstuhl zu überwinden ? Für uns Normalmenschen schlicht unmöglich. Die Sportler im Rollstuhl machen das rückwärts, übrigens.

Fazit: Jeder kann ! Jeder von uns. Es gibt sogar blinde Alpinkletterer. Also wann wagen Sie endlich Ihren 1. Wettkampf ? Oder setzen sich ein scheinbar unmögliches Ziel ? Wir reden hier auch nicht von Lebensgefahr, sondern von einem betreuten, zivilisierten Wettkampf !

Oder fehlt Ihnen dazu die INNERE BEGEISTERUNG ? Dann lesen Sie dazu bitte nochmals die News vom 31.12.2018 und überwinden Sie Ihre Resignation.

PS: Ein gewisser Andreas Steindl läuft – ohne Handicap – in 4 Stunden mal schnell von der Ortsmitte in Zermatt auf den Gipfel des Matterhorns und wieder zurück … Hier geht’s zum Video.