EU sieht sich als Apotheke der Welt und ist stolz darauf

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat bei einem Besuch der Pfizer-Produktionsstätte in Puurs (Belgien) den Erfolg der europäischen Impfstrategie nochmals unterstrichen. So sei Europa etwa bei der lebensrettenden mRNA-Technologie weltweit führend und inmitten einer beispiellosen Gesundheitskrise „der globale Impfstoff-Champion“, der auch Impfstoffe für den Rest der Welt zur Verfügung stellen würde.

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Seit Dezember 2020 habe die EU an 87 Länder der Welt ebenso viele Impfdosen abgegeben wie für den Eigenverbrauch verwendet. „Europa ist die Apotheke der Welt und auch stolz darauf“, so die Deutsche. Zudem könne die EU dank der beschleunigten Impfstofflieferungen von BioNTech/Pfizer auch an dem Ziel festhalten, bis Juli 2021 rund 70 % der EU-Bevölkerung zu impfen.

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Europäische Bioökonomie 2050: EU prüft 4 Strategien

Die Bioökonomie umfasst alle Wirtschafts- und Industriezweige, die für die Erzeugung von Nahrungsmitteln, Materialien, Energie und Dienstleistungen auf erneuerbare biologische Ressourcen vom Land und vom Meer angewiesen sind, darunter Kulturpflanzen, Wälder, Fisch, Tiere und Mikroorganismen. Sie erwirtschaftet 4,7 % des EU-Bruttoinlandsprodukts und beschäftigt rund 9 % der Erwerbsbevölkerung in der EU. Die Bioökonomie-Strategie der EU 2018 zielt darauf ab, eine nachhaltige und kreislauforientierte Bioökonomie für Europa zu entwickeln und die Verbindung zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zu stärken. Fortan soll aber ein Netz an Forschungsexperten mit zukunftsorientierten Analysen zum Wissenszentrum der EU-Kommission für Bioökonomie aufgebaut werden.

Die 4 Szenarien lauten: (1) „Do it for us“: Es wird ein kohärentes Maßnahmenpaket konzipiert und umgesetzt, um einen radikalen Wandel in den Versorgungssystemen zu fördern, doch die Gesellschaft widersetzt sich erheblichen Veränderungen. (2) „Do it together“: Sowohl das politische System als auch die Gesellschaft sind auf die Verwirklichung des Ziels der Klimaneutralität und der Ziele für nachhaltige Entwicklung abgestimmt. Auch die Unternehmen passen sich rasch. (3) „Do it yourself“: Es ist anfangs nicht möglich, Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsstrategien umzusetzen. Die Konsumenten ändern jedoch ihr Verhalten wegen dramatischer Krisen. (4) „Do what is unavoidable“: Es bleibt so zu sagen alles beim Status quo.

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