8. November 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Europa

Laut einer Meta-Studie vom Juni 2019 – publiziert im Journal of Journal of Parenteral and Enteral Nutrition (JPEN) zufolge – reduziert bei palenteraler Ernährung die Zugabe von Omega-3 das Infektionsrisiko um sogar 40 % und die Dauer der Krankenhausaufenthalte um 2 Tage. (Fresenius Kabi Deutschland GmbH, 08.11.2019)

Deutschland

In Deutschland gibt es rund 8 Mio. Alkoholiker. Davon sterben jede Stunde 9 Personen an den Folgen ihrer Alkoholsucht. Beschönigend wird von Alkohol und Drogen gesprochen, also das Legale vom Illegalen getrennt. Dabei müsste es vielmehr heißen „Alkohol und andere Drogen“. Im Internet liest man sogar von Bier als einem Nahrungsmittel. Wer hat denn diese Perversität erfunden ? Laut Prof. Dr. Johannes Lindenmeyer, Direktor salus klinik in Lindow, erzeugen die Folgen von schwerem Alkoholmissbrauch 250 Nebenerkrankungen im Körper. … Die jährlichen Steuereinnahmen durch den Verkauf von Alkohol liegen in Deutschland bei 2,1 Mrd. €. (Rolf Bollmann, 08.11.2019)

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie widerspricht vehement der Aussage der AOK, wonach die Rabattverträge in Deutschland die Arzneimittelversorgung stärken würden. Vielmehr ist es so, dass die AOK eine Ausschreibungspraxis schönredet, die nachweislich Lieferengpässe verursacht. Zur Vermeidung von Lieferengpässen und Lieferausfällen muss nämlich eine ausreichende Anzahl an Alternativanbietern zur Verfügung stehen. Dass Exklusivverträge bei Generika die Liefersicherheit erhöhen, ist reines Wunschdenken. (BPI, 08.11.2019)

Um pflegenden Angehörigen praktisches Wissen über den Einsatz klassischer Naturheilmittel leicht zugänglich zu machen, haben die Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege und die Charité Universitätsmedizin Berlin einen neuen kostenlosen Ratgeber erarbeitet. Richtig angewandt nämlich können bestimmte Naturheilmittel helfen, gesundheitlichen Problemen vorzubeugen. (ZQP, 08.11.2019)

Österreich

Mit Hans Niessl, dem ehemaligen Landeshauptmann des Burgenlandes, hat Österreichs größte Sportorganisation (BSO) ein neuen Leiter bekommen. Und das sind die Zahlen: Rund 25 % der Österreicher sind Mitglied in zumindest einem der 15.000 Sportvereine der Republik. Diese wiederum sind Arbeitgeber für 300.000 Menschen, wobei sich aber auch 576.000 ehrenamtlich engagieren. Sport in Österreich spart dem Staat jedes Jahr bis zu 530 Mio. € an Krankheitskosten – die Unfallkosten bereits abgezogen. (Bundes-Sportorganisation, 08.11.2019)

Hans Niessl neuer Präsident der BSO. (Foto: BSO / L. Hagen)

Die Landeshauptleute-Konferenz in Österreich hat eine deutliche Erhöhung der Studienplätze für Medizin beschlossen. Doch mehr Uni-Absolventen lösen den Ärztemangel in Österreich nicht, solange rund 40 % ins Ausland abwandern. Das primäre Ziel muss sein, dass die in Österreich gut ausgebildeten Mediziner dann auch in Österreich tätig werden. (Österreichische Ärztekammer, 08.11.2019)

Österreichs größte Palliativstation – im Wiener Franziskus Spital – feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Um aber das österreichische Gesundheitssystem langfristig zu entlasten, wird eine enge Zusammenarbeit mit mobilen Diensten angestrebt. (Franziskus Spital, 08.11.2019)

Die Gastgeber von „20 Jahre Palliativstation im Wiener Franziskus Spital“. (Foto: Franziskus Spital)

Die jüngste Studie der imh GmbH lässt in der Wiener Ärztekammer abermals die Alarmglocken schrillen, denn die Ergebnisse sind ein weiterer Beleg für die Wiener Spitalskrise. Was muss noch passieren, damit Gesundheitsstadtrat Peter Hacker endlich aktiv wird ? (Ärztekammer Wien, 08.11.2019)

Infografik: imh GmbH

Instahelp und Drei verbinden neuerdings Kunden am Smartphone oder Computer mit erfahrenen Psychologen. Damit wird sozusagen psychologische Beratung im eigenen Wohnzimmer oder eben unterwegs möglich. (Hutchison Drei Austria GmbH, 08.11.2019)

Infografik: Drei

Schweiz

Das gab es noch nie in der Geschichte der Schweiz: Mit Urteil vom 10. April 2019 erklärte das Bundesgericht erstmals eine eidgenössische Volksabstimmung für nichtig. Konkret ging es um die CVP-Initiative zur Abschaffung der Heiratsstrafe. Hauptgrund der Annullierung waren die krass falschen Zahlen, die der Bundesrat dem Stimmvolk vorgegaukelt hatte: Demnach sind nicht 80.000 Erwerbsehepaare von der Heiratsstrafe betroffen, wie der Bundesrat in der Abstimmungsbroschüre behauptet hatte, sondern 450.000. Besonders bedenklich ist, dass der Bundesrat immer Bescheid wusste, jedoch keine Korrektur veranlasste. (Human Life International Schweiz, 08.11.2019)

Liechtenstein

In Liechtenstein wurde von der Regierung die Abänderung des Krankenversicherungsgesetzes und des Unfallversicherungsgesetzes beschlossen. Behandelt wurden die Themen Leistungen bei Mutterschaft und Befreiung von der Kostenbeteiligung, Versorgungsnetze, Krankengeld (versicherter Verdienst), Kontrolle der Versicherungspflicht für Krankengeld und Unfall, Entschädigung von Versicherungsvermittlern, gesetzliche Verankerung der Maßnahmen bei Zahlungsverzug sowie die Auszahlung der Prämienverbilligung an die Kassen. (Fürstentum Liechtenstein, 08.11.2019)

7. November 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Welt

Pharmakonzerne sind zumeist global agierende, börsennotierte Unternehmen. Der deutsche Markt hat nur einen Anteil von rund 4 % am weltweiten Arzneimittelumsatz. (Wissenschaftliches Instituts der AOK, 07.11.2019)

Europa

Auf einer Skala von 0 („überhaupt nicht zufrieden“) bis 10 („total zufrieden“) lag 2018 der Durchschnitt der Lebenszufriedenheit in der EU 7,3. Seit 2013 erhöhte sich die durchschnittliche Zufriedenheit mit der Finanzlage im eigenen Haushalt auf 6,5, während die durchschnittliche Zufriedenheit mit den persönlichen Beziehungen bei 7,9 stagniert. Mit einem Gesamtdurchschnitt von 8,1 sind übrigens die Einwohner Finnlands am zufriedensten, dicht gefolgt von den Österreichern (8,0), Dänen, Polen und Schweden (je 7,8). Eindeutig am unzufriedensten mit seinem Leben ist man leider in Bulgarien (5,4), Kroatien (6,3), Griechenland und Litauen (je 6,4). (Eurostat, 07.11.2019)

Infografik: Europäische Union

Schätzungen zufolge ernähren sich 1 % der europäischen Bevölkerung. Das heißt, sie essen keine Produkte von Tieren. (Berufsverbandes der Österreichischen Fachärzte für Orthopädie, 07.11.2019)

Deutschland

Die Arzneimittelrabattverträge erhöhen die Versorgungssicherheit, stärken den Wettbewerb unter den Pharmafirmen und senken die Arzneimittelkosten. So sind gegenwärtig von den 9.000 Arzneimitteln, für die es einen AOK-Rabattvertrag gibt, sogar 99,7 % auch lieferbar. Dennoch wird das Gerücht von Lieferengpässen bei Arzneimitteln in Deutschland wegen der dafür verantwortlichen Rabattverträge ständig wiederholt. Die Fakten jedoch erzählen eine andere Geschichte. Im Jahr 2018 waren von den rund 66.000 verschiedenen Arzneimittel, die zu Lasten der GKV verordnet wurden, auch 99,3 % verfügbar. Rabattverträge tragen auch dazu bei, unnötige Medikamentenwechsel zu vermeiden. Das fördert die Therapietreue der Patienten und den Erfolg der Therapie.  (Wissenschaftliches Instituts der AOK, 07.11.2019)

„Plogging“ bedeutet, dass man beim Jogging Müll sammelt und ist – aus Schweden kommend – schon zu einem zu einem internationalen Trendsport geworden, bei dem alle Menschen mitmachen können. Plogging ist Bewegung an der frischen Luft, abwechslungsreicher als „nur“ laufen und geht sowohl in Gruppen als auch allein. (Diabetes Ratgeber, 07.11.2019)

Ploggerin mit eingesammeltem Müll. (Foto: Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen)

Zu den Lifestyle-Erkrankungen, die vor allem durch einen ungesunden Lebensstil verursacht sind, gehören Herzinfarkt, Gefäßerkrankungen und bestimmte Arten von Krebs. Dabei gelten das Rauchen, Übergewicht und mangelnde Bewegung schon seit Jahrzehnten als den Risikofaktoren. (Medical Data Institute GmbH, 07.11.2019)

Reduziert man seinen Zuckerkonsum, wird der Wunsch nach Süßem mit der Zeit schwächer. Hat man dennoch einen sog. Heißhunger auf Süßes, so helfen einfache Tricks dagegen: (1) Wasser zu trinken. Das füllt den Magen und erzeugt vorübergehend ein Sättigungsgefühl. (2) Auch einen Kaugummi kauen kann hilfreich sein. (3) Zuckerfreie Snacks essen wie z.B. eine Handvoll Nüsse. (4) Frühes Zähneputzen am Abend. Man tendiert dann dazu, nachher nichts mehr zu essen. (Apotheken Umschau, 07.11.2019)

Wer krank ist, greift zum Smartphone und lässt sich über die „Medgate“ App telefonisch oder per Video ärztlich beraten und behandeln. Was in der Schweiz bereits seit vielen Jahren Realität ist, wird es nun auch in Deutschland geben. Dazu wurde von der Rhön-Klinikum AG (51 % Anteil) und Medgate (49 %) die Medgate Deutschland GmbH gegründet. Unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen werden die Strukturen für die Erbringung telemedizinischer und digitaler Dienstleistungen analog dem Schweizer Geschäftsmodell aufgebaut. (Medgate AG, 07.11.2019)

Österreich

Nach wie vor gehen 40 % der österreichischen Absolventen eines Medizinstudiums ins Ausland. … Was die Ärztedichte in Europa anbelangt, operiert die OECD schon seit Jahren mit nicht direkt vergleichbarem Datenmaterial. Österreichs tatsächliche Ärztedichte beträgt nur 3,56 pro 1.000 Einwohner und nicht wie von der OECD kolportiert 5,2. (Österreichische Ärztekammer, 07.11.2019)

Liechtenstein

Der sog. Nationale Zukunftstag am 14. Nov. 2019 soll in Liechtenstein Jungen und Mädchen (bis zur 7. Schulstufe) zu einer offenen und vom Geschlecht unabhängigen Berufs- und Lebensplanung animieren. „Nach wie vor dominieren klassische Rollenbilder die Berufswahl und hindern die Jugendlichen daran, ihre Talente zu entfalten. Damit Frauen und Männer in vermeintlich untypischen Berufen weniger Vorurteilen und Diskriminierungen ausgesetzt sind, braucht es eine Berufsbildungskultur, die alle Lernenden in der Entwicklung ihrer Interessen und Fähigkeiten unterstützt“, heißt es von Seiten des Fürstentums. (Fürstentum Liechtenstein, 07.11.2019)

6. November 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Welt

Obwohl weltweit 86 % der befragten Studienteilnehmer kommerzielle Gentests kennen, haben nur rund 5 % sie schon selbst gekauft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Simon-Kucher & Partners. Diesbezüglich gibt es 4 verschiedene Arten von DNA-Selbsttests: Neben der Abstammung werden Tests zur frühzeitigen Diagnose von Krankheiten angeboten. Zudem sog. Carrier-Tests zur Feststellung einer übertragbaren Krankheit. Des Weiteren gibt es nutrigenomische Tests, die eine Beziehung zwischen dem Genom, der Ernährung und der Gesundheit von Patienten herzustellen, um etwa die Erstellung personalisierter Fitness- oder Ernährungspläne für Patienten zu unterstützen. Das Vorgehen bei allen Tests ist gleich: Nach Erhalt des „Testkits“ gibt der Patient eine Speichelprobe ab, die zur Untersuchung an ein vordefiniertes Labor geschickt wird. Nach 3-5 Wochen hat man das Ergebnis. Lässt man die Kosten unberücksichtigt, so würden fast 50 % der Befragten so einen DTC-Gentest nutzen zu wollen.  (Simon-Kucher & Partners, 06.11.2019)

Europa

Ein Tumorgenomtest ist ein entscheidender erster Schritt nach einer Krebsdiagnose. Allerdings sind in Europa nur 23 % der Ärzte der Ansicht, dass ihre Patienten auch über dessen Nutzen informiert sind. Durch einen Tumorgenomtest lassen sich Abweichungen oder Veränderungen des Erbguts (Genom) in Tumorzellen nachweisen, die das Tumorwachstum ausgelöst haben und weiter vorantreiben. Die Ergebnisse des Tests können Ärzten wichtige Informationen darüber liefern, warum ein Krebstumor wächst. So können sie je nach festgestellter spezifischer Veränderung erlaubte Therapien empfehlen. Studien zufolge werden bei 30-49 % der untersuchten Patienten behandelbare Veränderungen im Tumorgenom festgestellt. Ist der krebsauslösende Treiber erkannt und therapierbar, können sog. präzisionsonkologische Wirkstoffe bessere Ergebnisse erzielen als Standardtherapien. Meist werden Krebserkrankungen nach betroffenem Organ, also z.B. Brust-, Lungen- oder Prostatakrebs, definiert. Die Krebstherapie befindet sich jedoch im Umbruch. Mit zunehmender Entwicklung der Präzisionsonkologie sollte in Gesprächen zwischen Arzt und Patient das Thema Tumorgenomtests fester Bestandteil der Routine werden. (Bayer Vital GmbH, 06.11.2019)

Deutschland

Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke, setzt sich für die gesetzliche Verankerung von sog. Patientenlotsen ein. Auch Deutschlands Ärztepräsident Dr. Klaus Reinhardt unterstützt diese Idee, denn „Patientenlotsen könnten dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung patientennäher zu gestalten. Patientenlotsen – auch Case Manager genannt – sollen Patienten sektorenübergreifend durch die komplexe Versorgungskette leiten, medizinische und soziale Leistungen koordinieren, bis die Patienten selbst dazu in der Lage sind. Über die koordinierende Aufgabe hinaus sieht Ärztepräsident Reinhardt auch einen hohen Beratungsbedarf bei den Patienten. (Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, 06.11.2019)

BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt. (Foto: Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe)

Mit dem Start der Informationskampagne „TesteDeinenTumor“ in Deutschland macht Bayer darauf aufmerksam, dass Tumorgenomtests entscheidender Bestandteil der Krebsdiagnose sind, um molekulargenetische krebsauslösende Eigenschaften zu entdecken. Sie liefern damit ein genaues Bild der Krebserkrankung und tragen dazu bei, dass Patienten die für sie passende Therapie erhalten. (Bayer Vital AG, 06.11.2019)

30 Jahre nach der Wiedervereinigung unterscheiden sich in Deutschland immer noch die Ansichten in Ost und West, was Reichtum, Gehalt oder Statussymbole betrifft. So gilt man z.B. im Osten ab einem Gehalt von monatlich 6.000 € als reich, im Westen ab 10.000 €. Im Westen gilt Hauspersonal als ein Statussymbol, im Osten „Geldverschwendung“. Und reiche Ostdeutsche würden am liebsten Verreisen, reiche Westdeutsche Immobilien kaufen. (Eurojackpot, 06.11.2019)

Infografik: Eurojackpot

Schlimmes Mobbing kann ebenso zu einem Trauma führen wie körperliche Gewalt oder und Missbrauch. Das Ziel traumatisierter Menschen ist, sich den schlimmen Erlebnissen oder Angst auslösenden Faktoren wie Gerüchen, Geräuschen oder Stimmen, die sie mit den traumatisierenden Situationen und Menschen verbinden, nicht wieder aussetzen zu müssen. In der Folge ziehen sie sich zurück und meiden sogar solche Aktivitäten, ihnen wichtig sind. Ergotherapeuten analysieren dann zunächst einmal den seelischen Zustand und die Auswirkungen auf die Handlungsfähigkeit des Klienten (!) durch Befragen und Beobachten. Danach fokussieren sich auf den Alltag und darauf, ihre Klienten (!) wieder handlungsfähig zu machen. (Deutscher Verband der Ergotherapeuten, 06.11.2019)

Empfiehlt ein Arzt eine kostenpflichtige Zusatzbehandlung, so sollten Patienten sich Bedenkzeit nehmen. Alle diese sog. individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) sind planbar und nicht dringend. Experten schätzen, dass es rund 400 IGeL gibt, mit denen in Deutschland jährlich rund 1 Mrd. € umgesetzt werden. (Apotheken Umschau, 06.11.2019)

Österreich

Anlässlich des Weltdiabetestages 2019 fordert die Österreichische Diabetes Gesellschaft eine konsequente Diabetes-Politik für Österreich. Ein vorrangiges Ziel muss z.B. sein,  die immer jünger werdenden Betroffenen rasch zu finden und zu versorgen, da sie sonst mit besonders schwerwiegenden Verlaufsformen im Zuge der Erkrankung rechnen müssen. Die österreichische „Diabetes-Strategie“ wurde 2017 fertiggestellt, enthält alle wichtigen Handlungsempfehlungen und wartet seither auf ihre Umsetzung. (Österreichische Diabetes Gesellschaft, 06.11.2019)

Im internationalen Vergleich hat Österreich eine enorm hohe Zahl an stationären Spitalsaufenthalten. Der Grund dafür ist für 73 % der befragten Krankenhausmitarbeiter die mangelhafte ambulante Versorgung in den Ärzteordinationen. (imh Gmbh, 06.11.2019)

Infografik: imh GmbH

62 % der Beschäftigten in Österreichs Spitälern sehen ihren Arbeitgeber für den demografischen Wandel nicht ausreichend gerüstet. So werde es z.B. immer schwieriger, geeignetes Krankenhauspersonal zu finden und auch zu behalten. (imh GmbH, 06.11.2019)

Infografik: imh GmbH

Das menschliche Herz schlägt im Durchschnitt 100.000 Mal pro Tag und pumpt dabei rund 10.000 l Blut durch die Blutgefäße, um sämtliche Körperzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Aber Achtung: Dieser „Motor“ kann auch aus dem Takt geraten. Man spricht dann von Vorhofflimmern als der häufigsten Herz-Rhythmus-Störung. Und das hat mitunter weitreichende Folgen: In Österreich erleiden täglich rund 70 Personen einen Schlaganfall. Für 25 % davon ist Vorhofflimmern die Ursache. (Pfizer Corporation Austria, 06.11.2019)

Der Verband Pharmig möchte mit einem 5-Punkte-Programm an die neue Bundesregierung Österreich als attraktiven Gesundheitsstandort etablieren. Es sind dies eine stärkere Patientenorientierung, Planungssicherheit für Unternehmen dank stabilem Rechtsrahmen, Förderungen für Forschung und Produktion, die Nutzung der Digitalisierung sowie die Stärkung der Prävention. Leitmaxime der Reformen soll die Patientenorientierung sein. (Pharmig, 06.11.2019)

Im Kostenerstattungsprozess von Medikamenten in Österreich werden sog. Schrittinnovationen nicht oder nur selten berücksichtigt. Die Lebensqualität der Patienten ist aber sehr wohl davon betroffen, ob ein Arzneimittel, das bisher gespritzt werden musste, fortan oral eingenommen werden kann oder ob jemand statt 3 Tabletten nur mehr 1 einzunehmen braucht. (Pharmig, 06.11.2019)

5. November 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Welt

Weltweit sind fast 400 Mio. Menschen von Diabetes mellitus betroffen. 2035 werden dann schon fast 600 Mio. zuckerkrank sein. Doch ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel hat negative Folgen auf den gesamten Körper. Bei den Folgeerkrankungen von Diabetes wird oft nur an das höhere Risiko von Herzinfarkt oder Schlaganfall gedacht. Weniger bekannt ist hingegen, dass die Volkskrankheit auch wortwörtlich ins Auge gehen kann. Die diabetische Schädigung der kleinen Netzhautgefäße ist heute nämlich in der westlichen Welt die häufigste Ursache für eine Sehbehinderung bei vergleichsweise jungen Menschen, d. h. Personen unter 65 Jahren. Das wichtigste diabetische Gefäßleiden mit Beteiligung der Netzhaut ist die diabetische Retinopathie. Als eine Folge davon könnte ein diabetisches Makulaödem entstehen. Dabei kommt es zu krankhaften Einlagerungen von Flüssigkeit im Auge an der Stelle des schärfsten Sehens. (Bayer Vital GmbH, 05.11.2019)

Hepatitis A und B sind weltweit verbreitet und zählen zu den häufigsten „Reiseandenken“. Hepatitis A wird durch verunreinigtes Trinkwasser und Eiswürfel, Meeresfrüchte, Salate oder ungeschältes Obst übertragen. Hepatitis A wird nicht chronisch, sondern geht mit Übelkeit, Erbrechen, erhöhter Temperatur, Verstopfung oder Durchfall und Schmerzen im rechten Oberbauch einher – über Wochen bis Monate. Die Ansteckung mit dem Hepatitis-B-Virus erfolgt durch Körperflüssigkeiten. Die Erkrankung kann chronisch verlaufen und dann zu einer Leberzirrhose bis hin zu Leberkrebs führen. (GlaxoSmithKline GmbH, 05.11.2019)

Deutschland

Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung wird in Deutschland „zu oft unnötig diagnostiziert und operiert. Die Studie befasst sich aber nicht nur mit Operationen. Es geht auch um andere medizinische Leistungen, wie überflüssige Untersuchungen, Therapien und Arzneimittelverschreibungen. Eher fragwürdig sind etwa auch die sog. individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), darunter die Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung. (Bild.de, 05.11.2019)

Foto: Bild.de

Yoga und Meditation können maßgebend zu einer gesünderen Lebensweise beitragen. Aber: nicht jedem fällt das lange Sitzen im Lotus- oder Schneidersitz leicht. Hier kommt das Air8 Kissen ins Spiel: Es wurde speziell dafür entwickelt, das Sitzen mit aufgerichtetem Torso zu unterstützen, das gesundheitsschädliche Beckenkippen zu reduzieren und das Bewusstsein für eine gute Körperhaltung zu stärken. Pünktlich zum aktuell geschlossenen „Yoga-Pakt“ zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem indischen Premierminister Narendra Modi über die „Zusammenarbeit bei Ayurveda, Yoga und Meditation“, feiert das Air8 Aktivkissen im November seine Markteinführung in Deutschland. (Air8back:up Aktivkissen, 05.11.2019)

Österreich

Krone.at interviewte Dr. Ulrich Strunz und erklärt die Frohmedizin an Hand seiner Bücher. WOW !!! Hier der Link zum Nachlesen

Frohmedizin und Dr. Ulrich Strunz auf Krone.at. (Screenshot: Krone.at / MHJ)

Das Gefäßforum Österreich veröffentlicht gemeinsam mit dem Verlagshaus der Ärzte den ersten umfangreichen Ratgeber für Gefäßgesundheit & Therapien. Das Buch behandelt die Prävention, Entstehung und die Therapie von Gefäßerkrankungen wie der Thrombose über Schlaganfall bis zum tödlichen Aneurysma. (Gefäßforum Österreich, 05.11.2019)

Am 5. Nov. 2019 findet in Lauterach eine „Informationsveranstaltung“ statt, die eigentlich ihren Namen nicht verdient. Denn schon in der Ankündigung wird die Frage gestellt: „Wie gefährlich ist 5G ?“ Durch die Vermischung von Halb- und Nichtwissen werden damit Pseudozusammenhänge suggeriert, die es nicht gibt. Dabei zeigen auch die „5 Fakten“, dass sowohl Referenten als auch Veranstalter scheinbar völlig ahnungslos sind. So gibt es z.B. nahe von Mobilfunkstationen nicht häufiger Krebsfälle als anderenorts. In bislang 28.000 Studien konnte kein Zusammenhang zwischen Funkwellen und einer Gesundheitsgefährdung nachgewiesen werden. (Forum Mobilkommunikation, 05.11.2019)

Die Diagnose „HIV-positiv“ ist heute kein Todesurteil mehr. Jedoch spielt die Art und Weise, wie den Betroffenen die Diagnose mitgeteilt wird, eine entscheidende Rolle für die Zeit danach. (Gilead Sciences GmbH, 05.11.2019)

Liechtenstein

Die Liechtensteinische Bevölkerung stimmt am 24. Nov. 2019 über einen Neubau des Landesspitales ab. Die Regierung hatte sich in den letzten Jahren oft mit dem Landesspital befasst und sich dabei immer ganz klar zu einem Grundversorgungsspital im Land bekannt. Das Liechtensteiner Landesspital als öffentlich-rechtliche Einrichtung gleichwie Staatsbetrieb würde sozusagen allen Bürgern des Fürstentums gehören. Es ist daher im gesamtgesellschaftlichen Interesse, dass es auch Ausbildungsstätte und Arbeitsplatz für 170 Personen ist sowie einen wesentlichen Beitrag zur medizinischen Grundversorgung im Inland leisten kann. (Fürstentum Liechtenstein, 05.11.2019)