7. November 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Welt

Pharmakonzerne sind zumeist global agierende, börsennotierte Unternehmen. Der deutsche Markt hat nur einen Anteil von rund 4 % am weltweiten Arzneimittelumsatz. (Wissenschaftliches Instituts der AOK, 07.11.2019)

Europa

Auf einer Skala von 0 („überhaupt nicht zufrieden“) bis 10 („total zufrieden“) lag 2018 der Durchschnitt der Lebenszufriedenheit in der EU 7,3. Seit 2013 erhöhte sich die durchschnittliche Zufriedenheit mit der Finanzlage im eigenen Haushalt auf 6,5, während die durchschnittliche Zufriedenheit mit den persönlichen Beziehungen bei 7,9 stagniert. Mit einem Gesamtdurchschnitt von 8,1 sind übrigens die Einwohner Finnlands am zufriedensten, dicht gefolgt von den Österreichern (8,0), Dänen, Polen und Schweden (je 7,8). Eindeutig am unzufriedensten mit seinem Leben ist man leider in Bulgarien (5,4), Kroatien (6,3), Griechenland und Litauen (je 6,4). (Eurostat, 07.11.2019)

Infografik: Europäische Union

Schätzungen zufolge ernähren sich 1 % der europäischen Bevölkerung. Das heißt, sie essen keine Produkte von Tieren. (Berufsverbandes der Österreichischen Fachärzte für Orthopädie, 07.11.2019)

Deutschland

Die Arzneimittelrabattverträge erhöhen die Versorgungssicherheit, stärken den Wettbewerb unter den Pharmafirmen und senken die Arzneimittelkosten. So sind gegenwärtig von den 9.000 Arzneimitteln, für die es einen AOK-Rabattvertrag gibt, sogar 99,7 % auch lieferbar. Dennoch wird das Gerücht von Lieferengpässen bei Arzneimitteln in Deutschland wegen der dafür verantwortlichen Rabattverträge ständig wiederholt. Die Fakten jedoch erzählen eine andere Geschichte. Im Jahr 2018 waren von den rund 66.000 verschiedenen Arzneimittel, die zu Lasten der GKV verordnet wurden, auch 99,3 % verfügbar. Rabattverträge tragen auch dazu bei, unnötige Medikamentenwechsel zu vermeiden. Das fördert die Therapietreue der Patienten und den Erfolg der Therapie.  (Wissenschaftliches Instituts der AOK, 07.11.2019)

„Plogging“ bedeutet, dass man beim Jogging Müll sammelt und ist – aus Schweden kommend – schon zu einem zu einem internationalen Trendsport geworden, bei dem alle Menschen mitmachen können. Plogging ist Bewegung an der frischen Luft, abwechslungsreicher als „nur“ laufen und geht sowohl in Gruppen als auch allein. (Diabetes Ratgeber, 07.11.2019)

Ploggerin mit eingesammeltem Müll. (Foto: Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen)

Zu den Lifestyle-Erkrankungen, die vor allem durch einen ungesunden Lebensstil verursacht sind, gehören Herzinfarkt, Gefäßerkrankungen und bestimmte Arten von Krebs. Dabei gelten das Rauchen, Übergewicht und mangelnde Bewegung schon seit Jahrzehnten als den Risikofaktoren. (Medical Data Institute GmbH, 07.11.2019)

Reduziert man seinen Zuckerkonsum, wird der Wunsch nach Süßem mit der Zeit schwächer. Hat man dennoch einen sog. Heißhunger auf Süßes, so helfen einfache Tricks dagegen: (1) Wasser zu trinken. Das füllt den Magen und erzeugt vorübergehend ein Sättigungsgefühl. (2) Auch einen Kaugummi kauen kann hilfreich sein. (3) Zuckerfreie Snacks essen wie z.B. eine Handvoll Nüsse. (4) Frühes Zähneputzen am Abend. Man tendiert dann dazu, nachher nichts mehr zu essen. (Apotheken Umschau, 07.11.2019)

Wer krank ist, greift zum Smartphone und lässt sich über die „Medgate“ App telefonisch oder per Video ärztlich beraten und behandeln. Was in der Schweiz bereits seit vielen Jahren Realität ist, wird es nun auch in Deutschland geben. Dazu wurde von der Rhön-Klinikum AG (51 % Anteil) und Medgate (49 %) die Medgate Deutschland GmbH gegründet. Unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen werden die Strukturen für die Erbringung telemedizinischer und digitaler Dienstleistungen analog dem Schweizer Geschäftsmodell aufgebaut. (Medgate AG, 07.11.2019)

Österreich

Nach wie vor gehen 40 % der österreichischen Absolventen eines Medizinstudiums ins Ausland. … Was die Ärztedichte in Europa anbelangt, operiert die OECD schon seit Jahren mit nicht direkt vergleichbarem Datenmaterial. Österreichs tatsächliche Ärztedichte beträgt nur 3,56 pro 1.000 Einwohner und nicht wie von der OECD kolportiert 5,2. (Österreichische Ärztekammer, 07.11.2019)

Liechtenstein

Der sog. Nationale Zukunftstag am 14. Nov. 2019 soll in Liechtenstein Jungen und Mädchen (bis zur 7. Schulstufe) zu einer offenen und vom Geschlecht unabhängigen Berufs- und Lebensplanung animieren. „Nach wie vor dominieren klassische Rollenbilder die Berufswahl und hindern die Jugendlichen daran, ihre Talente zu entfalten. Damit Frauen und Männer in vermeintlich untypischen Berufen weniger Vorurteilen und Diskriminierungen ausgesetzt sind, braucht es eine Berufsbildungskultur, die alle Lernenden in der Entwicklung ihrer Interessen und Fähigkeiten unterstützt“, heißt es von Seiten des Fürstentums. (Fürstentum Liechtenstein, 07.11.2019)

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