6. März 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

Die Zufuhr an wichtigen Vitaminen und Mineralien liegt bei Teilen der deutschen Bevölkerung unter den empfohlenen Aufnahmemengen. Dies betrifft nicht nur Vitamin D, sondern jeder Zweite erreicht auch die Zufuhrempfehlungen für Vitamin E oder Calcium nicht, jeder Dritte bis Vierte nicht die nötige Menge an Vitamin C und Eisen. … Genügend essentielle Nährstoffe sind wichtig für die langfristige Gesundheit. Richtig ist, dass eine gesunde, ausgewogene Ernährung den Menschen in der Regel mit allen notwendigen Nährstoffe versorgt. Doch sieht die Realität leider oftmals anders aus. Das hat sich in den letzten 10 Jahren auch nicht grundlegend verändert. (BLL, 06.03.2019)

Infografik: BLL / Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde

Allerorts berichten Ernährungsexperten über den bösen Zucker, doch Vollkornbrot sei gesund und nährstoffreich. Dabei ist es nichts Anderes oder fast dasselbe !  Klaus Wührer stellt mit seinem neuem Buch „Zucker macht krank – Vollkorn macht kränker … und keiner merkt’s“ die Ernährungswelt auf den Kopf. Er widerlegt mit hieb- und stichfesten Fakten den Mythos vom „gesunden Vollkorn“. … Das Tückische ist: Stärke schmeckt nicht ! Somit konsumiert man mit den vermeintlich „gesunden Kohlenhydraten“ die Zuckermenge von 5 Tafeln Schokolade täglich – und das gilt offiziell als gesund ! (Caveman Verlag, 06.03.2019)

Bild: Caveman Verlag

Krebs-Früherkennung: Werden die Teilnehmer ausreichend über Nutzen und Risiken informiert ? (AOK-Bundesverband, 06.03.2019)

Im Fokus der Studie „Erkältungsmarkt 2019: Was das Apothekenteam empfiehlt“ steht das Erkältungssortiment mit mehr als 120 Marken von über 50 OTC-Herstellern. Was tun Apotheken und PTA, um den Absatz von Erkältungsprodukten zu steigern ? Was wird den Patienten und Kunden empfohlen ? Welche Produkte sind in der aktuellen Saison die Auf- und Absteiger ? (Apotheke adhoc, 06.03.2019)

Die am Aschermittwoch beginnende Fastenzeit wollen 11 % der Deutschen „ganz sicher“ zu einem bestimmten Verzicht nutzen. Mit 59 % besonders populär ist dabei der Verzicht auf Genussmittel wie Alkohol, Süßigkeiten oder Zigaretten. 31 % wollen in der Fastenzeit weniger oder gar kein Fleisch zu essen. (LichtBlick SE, 06.09.2019)

Infografik: LichtBlick SE

Mit dem Frühling beginnt für Pollenallergiker die schlimmste Zeit des Jahres. Neben unangenehmen Symptomen birgt Heuschnupfen auch ein Risiko für weitere Erkrankungen. (Bayer Vital AG, 06.03.2019)

Ein Blick in die deutschen Spitäler am Weltfrauentag zeigt: Das Gesundheitspersonal ist überwiegend weiblich. Von den 1,155.000 Beschäftigten waren 2017 rund 75 % Frauen. Während der Frauenteil bei den Ärzten bei rund 46 % lag, ist er in der Pflege deutlich höher. (Deutscher Evangelischer Krankenhausverband (DEKV), 06.03.2019)

Infografik: Deutscher Evangelischer Krankenhausverband (DEKV)

57 % der 14- bis 34-jährigen Deutschen fühlen sich zu dick und möchten gerne abnehmen. (Die Schwenninger Krankenkasse, 06.03.2019)

Österreich

Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März weist die Österreichische Diabetes Gesellschaft auf die Geschlechtsunterschiede bei Erkrankung und der Therapie von Diabetes hin. Frauen entwickeln im Schnitt „etwas seltener“ Diabetes, müssen dann allerdings mit mehr Komplikationen und einer komplexeren Behandlung rechnen als Männer. … Frauen haben durch das Hormon Östrogen einen gewissen Schutz vor Typ-2-Diabetes. Bei ihnen setzt auch Fett weniger am Bauch an und sie haben eine höhere Insulinempfindlichkeit. Ergo im Durchschnitt einen niedrigeren Nüchternblutzucker und HbA1c-Wert (Langzeitblutzuckerwert). (Österreichische Diabetes Gesellschaft, 06.03.2018)

33 % der Österreicher leiden unter einer Allergie, verursacht z.B. durch Nahrungsmittel, Pilze, Hausstaubmilben oder Blütenpollen. Die MedUni Wien hat nun erstmals den Zusammenhang zwischen Pollenflug, Luftqualität und allergischen Beschwerden untersucht. (MedUni Wien, 06.03.2019)

Eine Umfrage der ÖÄK identifiziert massive Job-Hemmnisse für Frauen in der österreichischen Medizin. Die größten Karrierehindernisse lauten Familienplanung und Kinderbetreuung. Zudem sind 33 % der Medizinerinnen nicht in dem Bereich tätig, auf den sie sich spezialisieren wollten. Und das, obwohl die Medizin in Österreich immer „weiblicher“ würde. (Österreichische Ärztekammer, 06.03.2019)

Österreichs Spitalsmitarbeiter meinen, dass die Krankenhäuser noch nicht ausreichend auf den demografischen Wandel vorbereitet sind. (imh GmbH, 06.03.2019)

Infografik: imh GmbH

Die Begutachtung von Gewebeproben unter dem Mikroskop ist weiterhin die Basis der Pathologie. Dazu kommen allerdings immer mehr spezialisierte molekularbiologische Verfahren wie das Next Generation Sequencing (NGS). Damit können in einem Arbeitsgang 400 bis 500 Gene untersucht werden. Doch das gesamte Pathologie-basierte therapeutisch-diagnostische System ist in Österreich ohnehin in Gefahr. Es gibt kaum pathologischen Nachwuchs … Derzeit gibt es in Österreich noch 299 werktätige Pathologen. (Österreichische Gesellschaft für Klinische Pathologie und Molekularpathologie, 06.03.2019)

Eine von den Krankenkassen finanzierte Psychotherapie in Österreich ist längst überfällig.  Laut Allgemeinem Sozialversicherungsgesetz steht jedem Versicherten eine kassenfinanzierte Psychotherapie in gleicher Weise zu, denn alle Sozialversicherten zahlen seit 27 Jahren zusätzliche Versicherungsbeiträge für psychotherapeutische Behandlungen. (Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie, 06.032019)

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