4. März 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Europa

Die European Spa Association erwartet Fachleute und Publikum bei der ITB am Stand Medical Tourism in Halle 21b. Die Dachorganisation ESPA vertritt 21 Länder, die natürliche Heilmittel als Prävention für Wellness und Heilung anwenden. Vertreter der führenden Europäischen Heilbäder informieren über neue Studiengänge, Anwendungen und Health Resorts. Beim „Asien-Europa Medical Spa Summit“ erfahren Tourismusminister und Vertreter des Gesundheitswesens aus China, Japan und Thailand über die europäischen Qualitätsstandards bei natürlichen Heilmitteln, um ihr eigenes System diesen Kriterien anzupassen. (Europäischer Heilbäderverband, 04.03.2019)

Bad Füssing ist Europas übernachtungsstärkster Kurort und für Firmen sind Gesundheitsurlaube steuerlich absetzbar. (Foto: Kurort Bad Füssing)

Heute treffen sich erstmals Vertreter europäischer Berufsverbände aus dem Gesundheitsbereich, um eine Impfkoalition zu schmieden, welche die breite Öffentlichkeit fundiert und transparent über Impfungen informieren soll. Dazu EU-Gesundheitskommissar Andriukaitis: „Das Gesundheitspersonal ist für Patienten der erste Ansprechpartner, wenn es um fundierte Informationen über Impfungen geht. Die Impfkoalition setzt sich dafür ein, uns die Entscheidung für eine Impfung zu erleichtern.“ (EU Kommission, 04.03.2019)

Obwohl das Humane Papillomavirus (HPV) Gebärmutterhalskrebs und auch Krebs bei Männern auslösen kann, ist HPV 33 % der Bürger völlig unbekannt. Das ergab eine Umfrage in 10 Ländern Europas. Am geringsten ist das Wissen über HPV übrigens in Deutschland (40 %), Österreich (46 %) und der Schweiz (48 %) ! (Merck Sharp & Dohme AG, 04.03.2019)

Bild: Merck Sharp & Dohme AG

Deutschland

42 % der Deutschen haben ein sog. Lieblingsschmerzmittel, das sie bei jeder Art von Schmerz einsetzen. Experten sehen das kritisch, denn bei der Auswahl von Schmerzmitteln sollten auch Vorerkrankungen und die Art der Beschwerden eine Rolle spielen. (Apotheken Umschau, 04.03.2019)

Bis in den April hinein hat das Respiratorische Synzytial-Virus, kurz RS-Virus, Hochsaison. Niest oder hustet ein Erkrankter, verteilen sich die Erreger in der Luft und können von anderen Personen eingeatmet werden. Wandert das Virus dann in die unteren Atemwege, kann es sogar zu einer Entzündung der Lunge oder der kleinsten Bronchien (Bronchiolitis) kommen. Die Infektionsprophylaxe ist daher von großer Bedeutung. (AbbVie Deutschland GmbH, 04.03.2019)

RS-Virus. (Bild: AbbVie Deutschland GmbH)

Blasenentzündungen sind der zweithäufigste Grund für die Verschreibung von Antibiotika. Doch die Natur hat gegen solche Problemkeime und viele andere teils mehrfach resistente Bakterien eine wirksame Waffe entwickelt: Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich. Diese stellen wegen ihrer großen antibakteriellen Wirkung bei Blasenentzündungen eine viel versprechende Therapieoption dar. (Cramer-Gesundheits-Consulting GmbH, 04.03.2019)

Österreich

In weitgehender Übereinstimmung mit den vom Rechnungshof erkannten Problemen fordert pro mente Austria für die Zielgruppe der Menschen mit psychosozialen Problemen eine ausreichende Priorisierung der psychischen Gesundheit in den zentralen Planungsinstrumenten wie Zielsteuerung und Österreicher Strukturplan Gesundheit. Erforderlich ist zudem eine sektorenübergreifende Strategie zur psychischen Gesundheit, die sowohl Steuerung als auch Wirkmechanismen, Ziele und Zusammenschau von Behandlungs-/Betreuungs- und Folgekosten zielgruppenspezifisch berücksichtigt. Und sollen psychische Krankheiten gleich wie andere behandelt werden, braucht es dringend ein Recht der Psychotherapie „auf Krankenschein“. (pro mente Austria, 04.03.2019)

Aus dem Bericht des Rechnungshofes geht auch hervor, dass sich durch Investitionen in die psychotherapeutische Versorgung ein in Österreich maßgeblicher Nutzen in Form von Einsparungen bei Frühpensionen und Krankenstandstagen ergeben würde. (Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie, 04.03.2019)

Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März zieht die Österreichische Apothekerkammer zufrieden Bilanz, denn die 1.400 österreichischen Apotheken sind fest in weiblicher Hand. Jede 2. Apotheke in Österreich wird von einer Frau geführt und 87 % aller Angestellten sind ebenfalls weiblich. (Österreichische Apothekerkammer, 04.03.2019)

Foto: MHJ

Im 19. Jahrhundert wurden in Wien mehr Schnecken verspeist als anderswo auf der Welt. Der berühmteste Schneckenmarkt befand sich übrigens am Wiener Petersplatz. Schnecken waren in allen Wiener Gesellschaftsschichten sehr begehrt. Für eine angenehme Abwechslung in der langen Fastenzeit sorgen heute u.a. die Berliner Sterneköchin Sonja Frühsammer mit „Pochiertes Ei vom Bresse Huhn, Blattspinat, Parmesan, Miso mit GuGu Muck Schnecken“ über Gabriel’s Cucina mit „Wiener Schnecken in Parmesan-Rosmarinbutter & Schnecken mit Marc de Bourgogne-Senfkaviarbutter“ in Dornbirn bis hin zu „Knusprige Wiener Schnecken mit fermentierter Pfirsich-Creme & Pekannüssen“ bei Christian Domschitz im Vestibül. (Wiener Schneckenmanufaktur, 04.03.2019)

Foto: www.gugumuck.com

Unter Superfoods versteht man Lebensmittel, deren regelmäßiger Konsum sich positiv auf die Gesundheit auswirken soll. Das Risiko für gewisse Krankheiten soll deutlich gesenkt und das Immunsystem gestärkt werden. Das ist zumeist auf eine hochwertige Zusammensetzung von Fettsäuren, geballten Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und dem hohen Ballaststoffgehalt zurückzuführen. Doch für jedes Superfood aus Übersee gibt es eine österreichische Alternative. Wer vermeintliche Trend-Lebensmittel aus fernen Ländern kauft, importiert damit auch Tausende Transportkilometer und niedrigere Umweltstandards. Leinsamen sind unsere Chia-Samen, die weit gereisten Gojibeeren werden hierzulande perfekt von Hagebutten ersetzt. (Amt der nö. Landesregierung, 04.03.2019)

Werden Menschen vor einer akuten Stresssituation virtuell durch einen „menschlichen“ Avatar, hinter dem eine echte Person steckt (oder zumindest glaubhaft für die Probanden steckt), sozial unterstützt, dann wirkt das genauso gut wie der Support durch eine echte Person. (MedUni Wien, 04.03.2019)

Schweiz

Die Ärztegesellschaft des Kantons Bern befürchtet die Einführung eines „Globalbudgets“, die das ausgezeichnete Gesundheitssystem der Schweiz massiv gefährden könnte. Anlass für eine entsprechende Kampagne sind die vom Bundesrat vorgeschlagenen Maßnahmen zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen. Ist dieses Globalbudget ausgeschöpft, werden Behandlungen durch Ärzte nicht mehr vergütet. Demnach würden im Grunde künftig die Krankenversicherungen über eine Therapie entscheiden ! (Aerztegesellschaft des Kantons Bern, 04.03.2019)

Nach 200 Jahren ist Dr. Esther Hilfiker die 1. Frau an der Spitze der Aerztegesellschaft des Kantons Bern. (Foto: Aerztegesellschaft des Kantons Bern)

Schreibe einen Kommentar