3. April 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

Es ist wirklich wichtig, die Entscheidung über die medizinische Behandlung am Lebensende nicht anderen Menschen zu überlassen. Angehörige sind damit häufig emotional überfordert.  Immer wieder führt die Frage des Arztes, welchen Behandlungswunsch der Patient gehabt hätte, zu Streit unter den Angehörigen. Dafür gibt es nur  eine Lösung: Die schriftliche Dokumentation des Patientenwillens. Das geschieht in einer Patientenverfügung ! Der Betroffene sollte darin auch festlegen, wer seinen Willen durchsetzen soll. (Hamburgische Notarkammer, 03.04.2019)

Nur jeder 4. Deutsche macht sein Testament. Und sogar davon sind 95 % fehlerhaft oder unwirksam. So ist z.B. kaum bekannt, dass ein selbstverfasstes Testament immer handgeschrieben sein, unterschrieben und auch eindeutig als Testament zu erkennen sein. Es muss darüber hinaus das Datum enthalten und die Erbeinsetzung klar und eindeutig ist. (Alzheimer Forschung Initiative, 03.04.2019)

Die Apotheken gehören in Deutschland zu denjenigen Gesundheitsdienstleistern, mit denen die Patienten am zufriedensten sind. Warum die Allgemeinen Ortskrankenkassen jedoch einerseits den Nacht- und Notdienst stärken wollen, andererseits dem ausländischen Versandhandel das Wort reden, der eben keinen solchen Service anbieten kann, bleibt unerklärlich. Die AOKn schwimmen im Geld und negieren zugleich auf zynische Weise den Versorgungsbedarf ihrer Versicherten. … Leider ist es bei den Krankenkassen Tradition, Veränderungen bei anderen einzufordern, sich aber selbst dem notwendigen Wandel konsequent zu verweigern. (ABDA, 03.04.2019)

Morgens, mittags, abends: Medikamente können unterschiedlich wirken. (Apotheken Umschau, 03.04.2019)

Berufe und Tätigkeiten verändern sich, heute rasanter denn je. Trotz der möglichen Entlastung machen sich die Arbeiter in den Fabriken Sorgen, denn Maschinen und Roboter können immer mehr, sind wirtschaftlicher als Menschen, werden nicht krank und arbeiten ohne Pause. Und sie sind inzwischen zunehmend miteinander vernetzt, was Arbeit rückverfolgbar transparenter macht. (Deutscher Verband der Ergotherapeuten, 03.04.2019)

Häufig haben Menschen mit Diabetes Typ 2 Übergewicht. (Novo Nordisk Pharma GmbH, 03.04.2019)

Niederlande

Für einen Meilenstein in der Zahngesundheit sorgt ab sofort die neue, digitale 5D Infrarot-Technologie von Align Technology. Mittels neuester Scan-Technologie kann der iTero Element 5D nicht nur die Position der Zähne bestimmen, sondern zugleich dabei helfen, Karies im Frühstadium zu erkennen. Schnell, komfortabel und das ohne schädliche Strahlung. Der mobile Handscanner durchleuchtet in kürzester Zeit die Zähne. Dabei werden mehrere Bilder gleichzeitig gemacht, sodass ein umfassendes Abbild des Gesundheitszustands der Zähne in 3D und intraoraler Farbe zustande kommt. (Align Technology Inc., 03.04.2019)

Österreich

Privatmedizin ist sehr begehrt, für viele Menschen aber unbezahlbar. Das will nun eine neue Kooperation zwischen der Österreichischen Gesellschaft vom Goldenen Kreuze und dem Gesundheitsclub Mediclass ändern und Privatmedizin für (nahezu) jeden leistbar machen. Möglich wird das durch eine Mitgliedschaft samt Jahresbeitrag von 200 € bei Mediclass. Die anfallenden Honorare orientieren sich an den von den Krankenversicherungen rückerstatteten Kostensätzen und werden auch dort eingereicht. (Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze, 03.04.2019)

Neue Kooperation ermöglicht leistbare Privatmedizin in Österreich … (Foto: ÖGGK / APA-Fotoservice / Schedl)

Für die Menschen in Österreich ist die Apotheke die orientierungsgebende Erstanlaufstelle in allen Gesundheitsfragen. Dort gibt es die beste Beratung. (Österreichische Apothekerkammer, 03.04.2019)

Die Mehrheit der Allgemeinmediziner (73 %) und Apotheker (62 %) in Österreich sind überzeugt: Generika und Originalprodukte sind bei der Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit gleichwertig. (Österreichischer Generikaverband, 03.04.2019)

Mit den österreichweit geplanten 75 Primärversorgungszentren möchten Österreichs Ärztekammer und die Sozialversicherungen 10 % der Bevölkerung zu versorgen. (Österreichische Ärztekammer, 03.04.2019)

Rund 5 bis 8 % der Menschen über 80 Jahre können von der Knochenstoffwechselerkrankung Morbus Paget (Osteodystrophia deformans) betroffen sein. Diese sorgt durch einen unorganisierten Knochenumbau allmählich für eine Sklerosierung (Verdichtung) des Knochengewebes, die oft auch von Deformierungen begleitet ist. Obwohl es sich dabei um die zweithäufigste metabolische Knochenkrankheit handelt, liegen nur wenige Informationen über die Mikroarchitektur der betroffenen Knochen vor, einer entscheidenden Determinante der Knochenstärke. Insbesondere wurde die Mikrostruktur von langen, tragenden Knochen niemals systematisch bewertet. … Nun wurden mikrocomputertomographische Analysen historischer Femora (Oberschenkelknochen) und Tibiae (Schienbeine) durchgeführt. Dabei zeigte sich in den kortikalen Kompartimenten eine erhöhte kortikale Dicke, kortikale Porosität und Trabekularisierung der kortikalen Strukturen. In den Trabekelkompartimenten wurden schwere Defekte, eine Störung der Trabekelstrukturen und eine erhöhte Dicke der Trabekel festgestellt. Diese Befunde sind für die Differentialdiagnose und Knochenbrüchigkeit bei Morbus Paget relevant. (MedUni Wien, 03.04.2019)

Schreibe einen Kommentar