27. November 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Welt

Schätzungsweise 320 Buben und Mädchen starben an jedem Tag im Jahr 2018 an den Folgen von Aids. Das entspricht 13 Todesfällen pro Stunde. Nur 54 % der infizierten Kinder weltweit erhalten auch antiretroviralen Medikamente. (UNICEF Österreich, 27.11.2019)

Deutschland

Gewalt gegen Ärzte und das Pflegepersonal ist längst trauriger Alltag in Deutschland. (Bild.de, 27.11.2019)

Bild: Bilde.de / MHJ

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die weltweite Todesursache Nummer 1 und verursachen etwa 40 % aller Sterbefälle in Deutschland. Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenzuwirken ist daher ein wichtiges gesamtgesellschaftliches Ziel. (Im Puls. Think Tank Herz-Kreislauf, 27.11.2019)

Radfahren und Joggen gehören zu den beliebtesten Sportarten von Hobbysportlern. Doch was bei diesen Bewegungsformen auf der Strecke bleibt, ist das Training der tieferliegenden Muskulatur. Doch um Rückenbeschwerden vorzubeugen wären genau diese Muskelschichten regelmäßig zu fordern. Das gelingt laut AGR am besten mit folgenden 5 Hilfsmitteln: flexible Schwingstäbe, dynamische Gymnastikbälle, luftgefüllte Balancekissen, weiche Gymnastikmatten und wassergefüllte Trainings- und Therapierollen. (Aktion Gesunder Rücken, 27.11.2019)

Rückenübung mit flexiblem Schwingstab. (Foto: Aktion Gesunder Rücken)

In Deutschland leiden über 9 Mio. Bürger an Inkontinenz. in 43 % der Fälle wissen die Lebenspartner davon nichts. Und wenn sie es wissen, dann haben fast die Hälfte der Betroffenen keinen Sex mehr. Inkontinenz führt aber auch dazu, dass man seinen Lebensradius einschränkt und stets in der Nähe von Toiletten bleiben möchte. (Paul Hartmann AG, 27.11.2019)

Dank der modernen antiretroviralen Therapie ist aus der tödlichen Erkrankung Aids  inzwischen eine chronische geworden. Seit einigen Jahren gibt es für Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko auch die Möglichkeit, vorbeugend bestimmte HIV-Medikamente einzunehmen. Seit 1. Sept. 2019 werden diese sog. Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) sogar von den Krankenkassen bezahlt. (Pharma Fakten, 27.11.2019)

Infografik: UNAids / Pharma Phakten

Österreich

Das Ziel der 1. Gesundheitsmesse von Österreichs größtem Medizin-Portal war, medizinisches Fachwissen für alle Besucher verständlich zu vermitteln und persönlichen Kontakt zwischen gesundheitsinteressierten Patienten und Experten zu schaffen. Das sei netdoktor.at, so Geschäftsführerin Sonja Felber, mit Bravour gelungen. (netdoktor.at, 27.11.2019)

1. Gesundheitsmesse von netdoktor.at u.a. mit Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. (Foto: netdoktor.at)

Schuppenflechte (Psoriasis) ist keine angeborene Erkrankung, sondern tritt erst im Lauf des Lebens auf und hat Ursachen, die zum Teil noch nicht erforscht sind. In der biomedizinischen Wissenschaft wird diese häufig auftretende entzündliche Hauterkrankung zumeist mit einer Störung im Immunsystem in Zusammenhang gebracht, bei der sich die körpereigene Immunabwehr gegen gesunde Hautzellen richtet. Forscher der MedUni Wien konnten nun zeigen, dass auch eine genetische Veränderung in den Haarfollikeln der Haut-Stammzellen die Schuppenflechte auslösen kann. (MedUni Wien, 27.11.2019)

Aids Hilfe Wien will als Weiterentwicklung ein Zentrum für Gesundheit werden. Gerade beim Thema sexuelle Gesundheit gelte eine wertneutrale und zugewandte Begegnungskultur als ein Schlüsselfaktor für die Inanspruchnahme, (Aids Hilfe Wien, 27.11.2019)

Laut einer dänischen Studie mit über 60.000 Männern wurde festgestellt, dass Männer ohne Samenzellen im Ejakulat (Azoospermie) früher versterben.  Männliche Unfruchtbarkeit konnte generell auch mit einem erhöhtem Risiko an Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes assoziiert werden (Wunschbaby Institut Feichtinger, 27.11.2019)

Schweiz

Immer mehr Jungärzte in der Schweiz wollen keine eigene Praxis mehr führen. Lieber lassen sie sich von Firmen anstellen. Mittlerweile sind 56 % der 8.175 Haus- und Kinderärzte in 1.100 Gruppenpraxen tätig. (Handelszeitung, 27.11.2019)

Liechtenstein

Die Regierung Liechtensteins hat eine Abänderung der Unfallversicherungsverordnung beschlossen. Demnach müssen die Unfallversicherer des Fürstentums in Zukunft jeden Berufsunfall und jede Berufskrankheit dem Amt für Volkswirtschaft melden, denn die Auswertung dieser Unfalldaten sei ein hilfreiches Instrument in der Unfallprävention. (Fürstentum Liechtenstein, 27.11.2019)

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