25. Februar 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Welt

Jede 5. Krebserkrankung weltweit wird von Infektionen verursacht, die größtenteils vermeidbar oder behandelbar wären. Dabei handelt es sich um Infektionen durch Humane Papillomaviren (HPV), Bakterien wie Helicobacter pylori oder Hepatitis-B und -C-Viren. 4 von 5 Personen stecken sich im Laufe ihres Lebens mit HPV an. Einige der über 150 HPV-Typen sind hauptverantwortlich für Gebärmutterhalskrebs und weitere Krebsformen wie HNO-Tumore, Peniskrebs. (Österreichische Krebshilfe, 25.02.2019)

Europa

Die Studie „Hearing Loss – Numbers and Costs“ der Brunel University London beziffert die volkswirtschaftlichen Folgekosten unversorgter Hörminderung in Europa mit 185 Mrd. € pro Jahr. Die Gründe sind eine eingeschränkte Lebensqualität samt daraus resultierende Kosten für die Gesundheitssysteme sowie Produktivitätsverluste. (Bundesverband der Hörgeräte-Industrie, 25.02.2019)

Infografik: Bundesverband der Hörgeräte-Industrie

Deutschland

Gesundheit ist ein Entwicklungsprozess: Unsere Gene bringt Anlagen mit, die den Grundstock unserer Gesundheit bilden. Jedoch sind Gene kein statisches Gut, sondern veränderbar. Damit öffnen sich Tore für ein neues Gesundheitsverständnis. … Gene sind wandlungsfähig und Gesundheit folglich kein statisches Konstrukt. Jeder Mensch hat Einfluss auf seine Gene. Mit den Erkenntnissen der Epigenetik erweitern sich die Möglichkeiten, Krankheiten sogar umzugestalten. (BKK Landesverband Bayern, 25.02.2019)

Die Deutschen entwickeln sich zu einem Volk der Schlaflosen. Nach einer Studie der Techniker-Krankenkasse kämpft ein Drittel der Bevölkerung immer wieder mit Schlafproblemen. Ist Schlaflosigkeit eine neue Volkskrankheit ? (SWR Südwestrundfunk, 25.02.2019)

In Deutschland erkranken laut Robert Koch-Institut jährlich rund 33.400 Männer und 27.600 Frauen an Darmkrebs. Frauen erkranken daran zumeist mit 75 Jahren, Männer mit 72 Jahren. Eine gesunde Lebensweise ist die beste Möglichkeit, Krebs vorzubeugen. Besonders wichtig sind Nichtrauchen, regelmäßige körperliche Bewegung und eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung. Darüber hinaus gilt: Früh entdeckte Tumore sind kleiner und können besser behandelt werden. Fast alle Darmkrebserkrankungen entstehen in einem schleichenden Prozess über Jahre aus Polypen oder sog. Adenomen. Diese gutartigen Vorstufen werden bei einer Darmspiegelung erkannt und sofort entfernt, damit ein Tumor erst gar nicht entsteht. (Deutsche Krebshilfe, 25.02.2019)

Die Zahlen für Deutschland sind ebenfalls beeindruckend: So tragen von 5,8 Mio. Menschen über 15 Jahre mit schlechtem Gehör nur 2 Mio. ein Hörgerät. Die jährlichen Kosten dieses Versorgungsdefizits belaufen sich daher auf 39 Mrd. €. Das entspricht pro Person 10.300 € im Jahr. (Bundesverband der Hörgeräte-Industrie, 25.02.2019)

Österreich

In Österreich sind aktuell etwa 600.000 Menschen an der chronischen Stoffwechselkrankheit Diabetes mellitus erkrankt, die durch einen zu hohen Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Dabei unterschiedet man 2 völlig verschiedene Formen: die Autoimmunerkrankung Diabetes Typ 1, bei der durch eine Fehlreaktion des Immunsystems ein Mangel am lebensnotwendigen Hormon Insulin entsteht. 570.000 Menschen sind jedoch von Diabetes Typ 2 betroffen, einer Insulinresistenz. Dabei reagieren die Körperzellen immer weniger auf Insulin, bis auch die Bauchspeicheldrüse die Resistenz nicht mehr kompensieren kann. Durch eine Änderung der Lebensgewohnheiten und mit Hilfe von Medikamenten ist diese Form gut therapierbar. (MedUni Wien, 25.02.2019)

Die Umbenennung von Röntgenarzt in  Radiologe hatte zur Folge, dass sich weniger Menschen etwas unter dem sehr breiten Arbeitsbereich vorstellen können. So umfassen die bildgebenden Verfahren in der Radiologie u.a. Ultraschall, Röntgen, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT).  Diese werden zur Diagnosestellung etwa von Venenerkrankungen, Untersuchungen des Magen-Darm-Trakts und akuten Knochenbrüchen über Vorsorgeuntersuchungen wie Mammographie und Lungenscreening bis hin zur Diagnose der verschiedensten Krebsarten verwendet. Und alle diese Verfahren produzieren große Datenmengen. (MedUni Wien, 25.02.219)

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