Schulmedizin aktuell am 8. März 2020

Deutschland

65 % der Kinder in Deutschland müssen zu kleine Schuhe tragen. Dabei können zu kleine Kinderschuhe schwerwiegende gesundheitliche Spätfolgen haben wie Verformungen und Fehlstellungen an den Füßen. Die richtige Schuhgröße tragen nur 35 % der Kinder. Das ist auch kein Wunder, denn 52 % aller Eltern gaben an, noch nie die Fußlänge ihres Kindes gemessen zu haben und unterschätzen daher regelmäßig den tatsächlichen Platzbedarf. Als optimal gelten mindestens 12 mm mehr, denn nur so können Kinder beim Gehen abrollen. Wenn noch eine kleine Wachstumsreserve eingeplant werden soll, dann sind bis zu 17 mm okay. (Blitzrechner.de, 08.03.2020)

Infografik: Blitzrechner

Optimal für die Vermessung sind sog. Schuhinnenlängenmessgeräte. Damit kann nicht nur die Länge des Fußes bestimmt werden, sondern auch die effektive Innenlänge des Schuhs. Schuhinnenmessgeräte sind mit einem Preis von rund 10 € eine sinnvolle Investition. Und es gilt sich beim Schuhkauf immer am längeren Fuß zu orientieren: Der rechte und der linke Fuß haben nur ganz selten die gleiche Länge. Ein Längenunterschied von bis zu 6 mm ist völlig normal. Aber das entspricht fast einer ganzen Schuhgröße. Als längst überholte Messmethoden gelten übrigens die „Daumen-Probe“ und ein Vergleich der Schuhsohle mit der Fußsohle. Zudem habe es keinen Sinn, Kinder zu fragen, ob der Schuh passt, denn Kinder können dies gar nicht einschätzen. (Blitzrechner.de, 08.03.2020)

Österreich

Statt den niedergelassenen, wortortnahen Ärztebereich zu stärken, wie es auch im Regierungsprogramm steht, versucht die Österreichische Gesundheitskasse den umgekehrten Weg zu gehen, nämlich noch mehr Leistungen in den Spitalsbereich zu pressen. Doch diese Entwicklung ist „fatal im Sinne einer effizienten Gesundheitsvorsorge“. Kann es denn wirklich das erklärte Ziel der neuen ÖGK sein, das österreichische Gesundheitssystem an die Wand zu fahren ? Es ist es „erschütternd“, dass mit dem Generaldirektor ein Angestellter der ÖGK als Speerspitze dazu missbraucht wird, um offensichtliche politische Vorgaben umzusetzen. (Österreichische Ärztekammer, 08.03.2020)

Die ÖGK ist für Frauen eine attraktiver Arbeitgeber. Das belegt ein Frauenanteil von rund 70 % bei den über 12.000 ÖGK-Beschäftigten in Österreich. Selbst im mittleren Management und in qualifizierten Stabspositionen sind Frauen mit 52 % bereits in der Überzahl. Aber auch für weibliche Versicherte wird in der ÖGK viel getan. (Österreichische Gesundheitskasse, 08.03.2020