Schulmedizin aktuell am 5. Februar 2020

Deutschland

Neben der Erprobung neuer Wirkstoffe gewinnen bei der Behandlung von Alzheimer nicht-medikamentöse Therapieansätze immer mehr an Bedeutung. Die Universitätsmedizin Greifswald z.B. erforscht die Kombination aus intensivem kognitiven Training und der Gehirnstimulation durch Gleichstrom. Bei Verfahren werden die Probanden einem schwachen Gleichstrom durch am Kopf angebrachte Elektroden ausgesetzt. (Alzheimer Forschung Initiative, 05.02.2020)

Rheumatiker haben ein 11 Mal höheres Risiko, an Sarkopenie zu erkranken, als Menschen ohne rheumatoider Arthritis. Sarkopenie-Patienten leiden an einem schnellen, ausgeprägten Muskelabbau. Dieser führt zu deutlichen Beeinträchtigungen im Alltag und erhöht das Risiko für Stürze, Knochenbrüche sowie Bewegungseinschränkungen und häufige Krankenhausaufenthalte. Aktuell gibt es noch keine speziellen Medikamente gegen Sarkopenie. Die wichtigste Maßnahme ist daher die Therapie der Grunderkrankung und darüber hinaus ausreichend körperliche Bewegung sowie Krafttraining (Deutsche Rheuma Liga Bundesverband, 05.02.2020)

Rund 12 % der Erwerbstätigen in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben. Hochgerechnet sind das 6,2 Mio. Bürger. Wenn Menschen z.B. den Beipackzettel eines Medikaments nicht verstehen, so kann das gesundheitsschädliche Folgen haben. Für Allergiker, die die Nährwertangaben auf Lebensmitteln nicht lesen können, wird das sogar lebensbedrohlich. (AOK-Bundesverband, 05.02.2020)

In Deutschland könnte es schon bald 1 Million Menschen mit chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen. Die gute Nachricht lautet: Die Wirksamkeit eines Kombinationsarzneimittels mit Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle zur Erhaltung der beschwerdefreien Phase bei Colitis ulcerosa ist belegt. (Cramer Gesundheit Consulting GmbH, 05.02.2020)

Österreich

Eine Zukunftsperspektive insbesondere in der Brustkrebsbehandlung könnte die vollkommene Personalisierung sein. Jede Patientin sollte genau das bekommen, was sie braucht. Dabei gibt es noch etwas zu tun, aber die Medizin ist bereits auf einem guten Weg. (Landesklinikum Wiener Neustadt, 05.02.2020)

„Reden wir über Brustkrebs“ war das Motto beim 2. LEBENS.MED_Weltkrebstag_TALK im Lebens.Med Zentrum Bad Erlach. (Foto: Lebens.Med Zentrum Bad Erlach)

Bis 2030 wird in Österreich die Zahl der an Krebs erkrankten Personen um 39 % dann auf 457.700 ansteigen. Ziel des alljährlichen internationalen Weltkrebstages ist die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. (Novartis Oncology, 05.02.2020)