18. Juni 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

Viele Medikamente vertragen sich nicht mit Alkohol. Darum ist es ratsam, während einer Medikamententherapie grundsätzlich auf Alkohol in jeglicher Form zu verzichten. Ansonsten kann es zahlreiche hochproblematische Wechselwirkungen geben, die sich nicht abschätzen lassen. Viele sog. zentral dämpfende Arzneien wirken mit Alkohol deutlich stärker. Dazu zählen neben Opiaten auch Schlaf- und Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine sowie Antidepressiva oder Neuroleptika. Arzneien wie das Schmerzmittel Paracetamol oder das Rheumamedikament Methotrexat belasten in Kombination mit Alkohol die Leber stärker. (Apotheken Umschau, 18.06.2019)

Für 45 % der männlichen Erwerbstätigen in Deutschland ist ein Dienstwagen ein besonders wichtiges Kriterium bei der Jobwahl. Die Mehrheit (33 %) der Frauen hingegen will kostenlose oder vergünstigte Fitnessangebote. (Jobware GmbH, 18.06.2019)

Diabetiker sollten alles vermeiden, was an den Füßen zu Fehlstellungen führen oder scheuern könnte. Beides führt zu Druckstellen, woraus sich langwierige Wunden entwickeln können. Spätestens wenn eine Nervenschädigung festgestellt wird, sollten Diabetiker möglichst nur noch Schuhe tragen, die als Prophylaxeschuhe oder auch als Diabetesschutzschuhe bezeichnet werden. Sie sind in der Regel innen gepolstert, um Druckstellen zu verhindern. Sie sind ausreichend breit und weit. Und haben weiche Vorderkappen, damit kein Druck auf die Zehen entstehen kann. Die Schuhe sollten nahtfrei sein, um Reibung zu vermeiden, und sie bestehen aus atmungsaktivem Material, um die für Keime anfällige Haut von Diabetikern zu schonen. Spezielle Formen bei Sohle und Fersenkappe schützen den Fuß. (Diabetes Ratgeber, 18.06.2019)

Jeder 6. Patient mit einem Tumor der Hirnhaut, einem sog. Meningeom, erleidet nach der Therapie einen Rückfall. Ein Meningeom ist die häufigste Krebserkrankung des Gehirns. In der Regel umfasst die Therapie das operative Entfernen des Krebsgewebes. Während manche dieser Hirntumoren eher langsam wachsen und nach der Operation nicht wieder auftreten, entwickeln sich andere aggressiv und kehren zurück. … Das Ziel der Forscher: Schon vor der Operation sollen Blutuntersuchungen und neue bildgebende Verfahren zukünftig Rückschlüsse auf den Krankheitsverlauf ermöglichen. Während der Operation sollen dann die Grenzen zwischen dem Tumor und gesundem Gewebe deutlicher als bisher unterscheidbar sein. Zudem sind die Heidelberger auf der Suche nach charakteristischen biologischen Merkmalen, sog. Biomarkern. (Deutsche Krebshilfe, 18.06.2019)

Österreich

Im Sommer ist die Gefahr einer Scheideninfektionen erhöht. Fast 70 % der österreichischen Frauen sind regelmäßig davon betroffen. Die Therapie einer Scheideninfektion richtet sich immer nach dem Erreger, der nur vom Facharzt mittels Abstrich festgestellt werden kann. Es ist auch nicht immer nur eine Erregerart (u.a. Bakterien, Pilze) für das Krankheitsbild verantwortlich. (Schülke & Mayr GmbH, 18.06.2019)

Das vaginale Gleichgewicht kann durch zahlreiche körpereigene und äußere Faktoren gestört werden: Stress, Antibiotika, orale Kontrazeptiva (Pille), ein geschwächtes Immunsystem, chronische Erkrankungen (z.B. Diabetes) übertriebene Intimhygiene, ungeschützter Geschlechtsverkehr, hormonelle Veränderungen (z.B. Schwangerschaft, Wechseljahre) oder Keime des Magen-Darm-Trakts können die Balance des natürlichen Scheidenmilieus leicht zum Kippen bringen. Die wichtigen Laktobazillen werden dann reduziert und in Folge können sich unerwünschte Mikroorganismen ansiedeln und ungehindert vermehren. (Schülke & Mayr GmbH, 18.06.2019)

Schweiz

Die Schweizer Bevölkerung fordert eine wohnortnahe und persönliche medizinische Grundversorgung. Sie befürwortet Apotheken, die Kosten sparen und Lösungen bringen. … Aktuell entfallen nur 4,2 % der Krankenkassenprämien auf Apotheken. Rund 20 % der Apotheken sind wegen ihres geringen Ertrags in einer wirtschaftlichen schwierigen Lage. (pharmaSuisse, 18.06.2019)

Liechtenstein

Vom 7. – 13. Juli 2019 ist Liechtenstein neben Österreich wieder Gastland der 16. Weltgymnaestrada. Bei der  Breitensportveranstaltung werden rund 20.000 Teilnehmer aus 60 Ländern ihr turnerisches Können zeigen. Die Abordnung des Fürstentums wird – angeführt vom Präsidenten des Liechtensteinischen Turnverbandes – 140 Sportler im Alter von 12-60 Jahren umfassen. (Fürstentum Liechtenstein, 18.06.2019)

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