16. September 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Europa

Das European Centre for Disease Prevention and Control geht davon aus, dass bis zu 30 % aller nosokomialen Infektionen durch entsprechend gezielte Hygiene- und Kontrollprogramme vermieden werden können. (Österreichische Gesellschaft für Krankenhaushygiene, 16.09.2019)

Die Symptome von Kopf-Hals-Krebs ähneln oft denen einer Erkältung und vielen Menschen ist die Erkrankung erst gar nicht bekannt – beides Gründe, warum diese Krebsart meist zu spät entdeckt wird. Die Europäische Kopf-Hals-Gesellschaft initiiert deshalb bereits zum 7. Mal die europaweite Aktionswoche „Make Sense“. Der Begriff „Kopf-Hals-Krebs“ beschreibt eine Reihe verschiedener bösartiger Tumoren, die sich in oder um Hals, Kehlkopf, Nase, Nebenhöhlen und Mund entwickeln. Es handelt sich dabei um die derzeit siebthäufigste Krebsart weltweit mit jährlich mehr als 150.000 neuen Fällen. Verantwortlich sind vor allem übermäßiger Tabak- und Alkoholkonsum. Allerdings zählt inzwischen auch eine Infektion mit Humanen Papillomaviren zu den Risikofaktoren. Die häufigsten Symptomen sind eine dauerhafte Lymphknotenschwellung am Hals, Schluckbeschwerden, Halsschmerzen und anhaltende Heiserkeit. (European Head and Neck Society, 16.09.2019)

Bild: Make Sense Kampagne 2019

Deutschland

Wenn Senioren nachts hochschrecken, sind oft die Waden schuld. Solchen Krämpfen in den Waden – oder auch in anderen Muskeln – kann ein Mangel an Mineralstoffen, insbesondere Magnesium, zugrunde liegen. Magnesium ist unverzichtbar für die Entspannung der Muskeln nach einer Anspannung. … Dass die Waden besonders in der Nacht Probleme machen, liegt u.a. daran, dass der Körper sich während des Schlafes regeneriert, (Nerven-)Zellen auf- und umbaut und dabei viel Magnesium verbraucht. (Protina Pharmazeutische GmbH, 16.09.2019)

Bild: Apotheken Umschau

Wer zu wenig schläft, hat ein höheres Erkältungsrisiko. Daraus kann man schließen: Schlaf stärkt das Immunsystem. Außerdem kann chronischer Schlafmangel Krankheiten wie z.B. Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 und Übergewicht begünstigen. Für einen erholsamen Schlaf sollte man auf Alkohol verzichten. Der hilft zwar beim Einschlafen, stört jedoch den Schlaf in der zweiten Nachthälfte. Auf Koffein reagieren die Menschen unterschiedlich: Manche schlafen besser ein und andere spüren keinerlei Effekte. Ähnlich wie Koffein kann auch Nikotin wirken. Deshalb sollte man kurz vor dem Schlafengehen nicht mehr rauchen. (Apotheken Umschau, 16.09.2019)

Auch wenn sich Experten noch immer uneinig sind darüber, wie viele Menschen nun wirklich eine Gluten-Unverträglichkeit haben: Der Discounter Norma jedenfalls hat bereits über 300 glutenfreie Produkte im Sortiment. (Norma, 16.09.2019)

Bild: Norma

Jeder 4. Besucher des Münchener Oktoberfestes hatte schon Sex bei dieser Gelegenheit. Für 17,5 % der Befragten ist die Chance auf Sex sogar der Hauptgrund für den Besuch auf der Wiesn. Folglich lernen 67 % davon den/die Sexualpartner/in auch erst im Bierzelt kennen. Als Ort der sexuellen Gaudi sind übrigens die Geisterbahnen und das Riesenrad sehr beliebt. (JOYclub, 16.09.2019)

An eine ganz andere Art von Netzwerken am Münchner Oktoberfest aber denkt man bei LIDE Woman Deutschland … erst recht in der Käfer Wiesn-Schänke. (Foto: LIDE Deutschland GmbH)

Österreich

In Österreich liegt der Anteil von operationsbezogenen Wundinfektionen bei 0,6-9,6 % – je nach Art des chirurgischen Eingriffes. (Österreichische Gesellschaft für Krankenhaushygiene, 16.09.2019)

In Österreich existiert eine Vielzahl an Zentren mit großer Erfahrung in der täglichen Schmerzbehandlung. Bei der Schmerzrehabilitation hingegen ist der Transfer der Qualität der Akut- und ambulanten Schmerztherapie auf die Rehabilitationsebene in manchen Bereichen noch zu vollziehen. (SeneCura Kliniken- und Heimebetrieb GmbH, 16.09.2019)

Die überwiegende Anzahl der Patientinnen mit Brustkrebs in Österreich hat neben der Angst um das Leben auch Angst vor der krankheits- und therapiebedingten Veränderung des Aussehens (z.B. Haarverlust) sowie der finanziellen Not. Einer der oft geäußerten Wünsche ist es auch der Gesellschaft aufzuzeigen, dass der Weg von der Krebsdiagnose durch Kräfte raubende Therapien ein auch emotional sehr belastender Weg ist. … In den europäischen Leitlinien ist als Zielwert für Brustkrebs-Screenings eine Teilnahmerate von 70 % festgeschrieben. Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm kam 2018 auf rund 60 %. (Österreichische Krebshilfe, 16.09.2019)

Romana Ruda, Leiterin des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms. (Foto: BKFP)

Tag der Kartoffel am 18. September: Erdäpfel oder Kartoffel gehören nicht nur in Österreich zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Ursprünglich stammen sie aus Südamerika und wurden im 16. Jahrhundert von den Seefahrern nach Europa gebracht. Bis heute sind Kartoffeln weltweit ein wichtiges Grundnahrungsmittel, das es nicht nur als Frischware zu kaufen gibt, sondern auch tiefgekühlt in Form von Pommes, Rösti, Wedges oder Kroketten. (iglo Austria GmbH, 16.09.2019)

Foto: iglo Austria GmbH

Schweiz

Beim jährlichen Treffen der deutschprachigen Gesundheitsminister, diesmal in der Schweiz, führte u.a. Tanja Krones, Leiterin Ethikkomitee Universitätsspital Zürich, mit ihrem Referat in die sehr lebhafte Diskussion ein, wie und nach welchen Kriterien man einen fairen Preis für sehr teure Medikamente finden kann und wie die Entscheidungsfindung über deren Verwendung gestaltet werden kann. Einen Schwerpunkt der Diskussionen bildete auch das Thema Cannabis in medizinischer wie auch nicht-medizinischer Hinsicht. Regelmäßig bei den Gesundheitsministertreffen auf der Agenda steht das Thema eHealth. (Fürstentum Liechtenstein, 16.09.2019)

Liechtenstein

Liechtensteins Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini traf sich am 15. und 16. September 2019 mit seinen deutschsprachigen Amtskolleginnen und -kollegen, aus Deutschland, Österreich der Schweiz und Luxemburg, dem so genannten Gesundheitsquintett. Das jährlich stattfindende Treffen fand zum siebten Mal in Folge statt. Gastgeber war der Schweizer Bundesrat Alain Berset. Das jährliche Arbeitstreffen fördert den Austausch und die Zusammenarbeit über die Ländergrenzen hinweg. 2020 trifft sich das Gesundheitsquintett dann in Österreich. (Fürstentum Liechtenstein, 16.09.2019)

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