15. November 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Welt

Wenn es um die digitale Ausrichtung von Unternehmen geht, hat die Gesundheitsbranche große Pläne, scheitert jedoch oft noch an der Umsetzung. Die Transformation läuft schleppend und der richtige Weg ist oft noch unklar. Fast 60 % der Pharma-, MedTech- und Consumer Healthcare-Unternehmen haben auch noch immer keine final festgelegte digitale Strategie. Bis 2030 erwarten die befragten Gesundheitsfirmen 32 % des Umsatzes durch digitale Lösungen zu lukrieren, kurzfristig 13 %. (Simon-Kucher & Partners, 15.11.2019)

Europa

Ab März 2020 gilt in Deutschland die Impfpflicht für Kindergärten, Schulen sowie Flüchtlingsunterkünfte. Österreich sollte diesem Beispiel rasch folgen. Wegen der ansteigenden Zahl an Masernfällen hatten davor auch schon Frankreich und Italien eine Impfpflicht verordnet. (Österreichische Ärztekammer, 15.11.2019)

Deutschland

70 % der Deutschen wären bereit, für Gesundheitsangebote, Diagnosen oder Therapien ihre Gesundheitsdaten zur Verfügung zu stellen – darunter sogar 43 % der Gesunden. 48 % wollen das aber nur ohne Auswirkungen auf ihren Krankenversicherungsschutz tun, während sich immerhin 30 % der Befragten dadurch finanzielle Vorteile vorstellen könnten. Grundsätzlich würden 44 % der Deutschen ihre Gesundheitsdaten preisgeben, wenn damit Krankheiten geheilt werden können, 43 %, wenn es der Sicherheit der eigenen Medikamente oder Therapien dient und 39 %, wenn die Kommunikation mit Ärzten und Krankenkassen dadurch schneller und einfacher würde. (SBK – Siemens-Betriebskrankenkasse, 15.11.2019)

Infografik: Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK)

Antibiotika sind Medikamente gegen zum Teil lebensbedrohliche bakterielle Infektionen. Sie sollten daher nur nach ärztlicher Verordnung mit einem Glas Wasser eingenommen werden und auch nur so lange wie nötig. Reste von Antibiotika sollten nicht aufgehoben und über den Hausmüll entsorgt werden – keinesfalls über die Toilette oder das Waschbecken. (ABDA, 15.11.2019)

In Deutschland tragen 45 % der Männer keinen Bart, aber 33 % sehr wohl. Doch laut einer Schweizer Studie sind Männerbärte dreckiger als Hundefell. (Apotheken Umschau, 15.11.2019)

Bärte: Ein Hygiene-Desaster ?

Die Restfeuchtigkeit nach dem Duschen oder Baden begünstigt die Entstehung von Fußpilz. Darum sollte man die Zehenzwischenräume immer gut abtrocknen bzw. die Füße mit moderater Temperatur föhnen. Häufige Ansteckungsorte für Fußpilz sind Hallenbäder und Saunen, aber auch Teppiche in Hotelzimmern. (Apotheken Umschau, 15.11.2019)

2018 kamen in Deutschland 64.417 Kinder zu früh zur Welt, also vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche. 10.577 davon hatten ein Geburtsgewicht von unter 1,5 kg. (Deutscher Evangelischer Krankenhausverband (DEKV), 15.11.2019)

Pistazien sind ein sehr nahrhafter Snack, welcher nicht nur Melatonin, sondern auch eine Vielzahl von Vitaminen und Antioxidantien enthält. Melatonin ist ein Hormon, das von der Zirbeldrüse produziert wird, um die innere biologische Uhr des Körpers und den täglichen Schlafzyklus zu regulieren. Melatonin als Nahrungsergänzung werden oft bei Schlaflosigkeit oder unregelmäßigen Schlafgewohnheiten eingenommen, die etwa aus Reisen oder unregelmäßigen Arbeitszeiten resultieren. Darüber hinaus haben Pistazien auch 2 bioaktive Schutzverbindungen: Lunasin und den Bowman-Birk-Hemmer, welche eine entzündungshemmende, antiangiogene Wirkung haben und bei der Behandlung von Diabetes Typ 2 helfen können. Zudem können diese Verbindungen zusammen mit anderen in Pistazien vorkommenden Schutzverbindungen wie Lutein, Zeaxanthin und Polyphenole die allgemeine Gesundheit unterstützen. (Colell & Kampmann Design GmbH, 15.11.2019)

Foto: Colell & Kampmann Design GmbH

Österreich

Der Wert personenzentrierter, innovativer Therapien wird von Zahlern und Patienten sowie Behandlern unterschiedlich bewertet. Wie sehr, zeigt der „Report Assessing Person-Centered Therapeutic Innovations“ von IQVIA, der im Auftrag der European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (efpia) erstellt wurde. Anwendungserfahrung und Ergebnisnutzen werden in der Bewertung derartiger Therapien kaum berücksichtigt. Zahler und Bewertungsgremien sehen häufig keinen nennenswerten Zusatznutzen im Vergleich zu existierenden Therapien. Während andererseits Patienten und behandelnde Ärzte sehr wohl einen Mehrwert durch eine Verbesserung der Anwendung und der Ergebnisse von Therapien (und deren Kombinationen mit technischen Geräten) erkennen. (Pharmig, 15.11.2019)

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