11. Juni 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Welt

Der medizinische Fortschritt mit neuen medizinisch-technischen Diagnose- und Behandlungsmethoden verändert den Gesundheitssektor weltweit massiv. Der Gesundheitssektor ist ein Wachstumsmarkt geworden, der einerseits zum Wohle der Patienten beiträgt, aber auch für Anleger attraktiv sein kann. Heute beträgt das globale Durchschnittsalter 71,5 Jahre und sorgt so wiederum langfristig für eine steigende Nachfrage nach Medikamenten und medizinischen Dienstleistungen. Das Krankheitsspektrum heute ist stark von chronischen Erkrankungen geprägt, die vom biologischen Alter beeinflusst werden, aber auch vom Wandel der Lebensgewohnheiten. … Der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP der OECD-Länder wird stetig größer und dürfte bis zum Jahr 2060 auf rund 9,5 % ansteigen. Das würde eine Vervierfachung des Gesundheitsmarktes bedeuten. (J.P. Morgan Asset Management, 11.06.2019)

Europa

Im Durchschnitt verbringt jeder Apotheker in Europa 5,6 Stunden pro Woche damit, sich um Lieferengpässe zu kümmern. (ABDA, 11.06.2019)

Deutschland

Die Ausgaben im Gesundheitswesen hängen stark vom Alter ab. In Deutschland fällt die Hälfte der gesamten Krankheitskosten für Patienten älter als 65 Jahre an. Dabei liegt ihr Anteil an der Bevölkerung nur bei 21 %. (J.P. Morgan Asset Management, 11.06.2019)

Infografik: J.P. Morgan Asset Management

Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) rückt am 14. Juni mit dem bundesweiten Tag des Cholesterins bereits zum 17. Mal den Risikofaktor Cholesterin für kardiovaskuläre Erkrankungen in den Blickpunkt. Damit soll die Öffentlichkeit verstärkt für zu hohes Cholesterin als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sensibilisiert werden. (Amgen GmbH, 11.06.2019)

Infografik: Amgen GmbH

In Deutschland werden immer weniger Menschen mit neuem Zahnersatz versorgt. Von 2014 bis 2017 ging der Anteil der Versicherten, die Prothesen, Brücken oder Zahnkronen bekamen, um 8 % zurück. (Barmer, 11.06.2019)

Intervallfasten ist eine Möglichkeit abzunehmen. Aber damit ist man nicht unbedingt erfolgreicher als mit anderen Diäten. Viel wichtiger ist die langfristige Umstellung der Ernährung – mit einer abwechslungsreichen, überwiegend pflanzlichen Kost. Wird das Körpergewicht auch nur um 5 % reduziert, verringert sich das Bauchfett um 20 %, das Leberfett sogar 33 %. (Die Schwenninger Krankenkasse, 11.06.2019)

Aus Unterforderung wechselt fast jeder Dritte deutsche Arbeitnehmer den Job. Was die Wenigsten wissen: Erkrankungen durch chronische Unterforderung und Langeweile am Arbeitsplatz nennt man Bore-Out-Syndrom. (Deutsche Vermögensberatung AG, 11.06.2019)

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