10. Januar 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

EU

Von insgesamt 4,3 Mio. kardiovaskulären Todesfällen in Europa 2016 gehen 2,1 Mio. auf eine schlechte Ernährung zurück. Davon entfallen rund 900.000 auf die EU, auf Russland 600.000 und auf die Ukraine 250.000 Todesfälle. Jeder 2. bis 3. vorzeitige Todesfall könnte durch eine bessere Ernährung vermieden werden. … Vor allem in Zentral- und Osteuropa hat der Verzehr von ballaststoffarmen Weißmehlprodukten in den letzten Jahren zu einem Anstieg bei Herzkreislauf-Erkrankungen geführt. (nutriCARD, 10.01.2019)

Infografik: obs / nutriCARD / Dr. Toni Meier

Die Mitgliedstaaten der EU gaben 2017 fast 320 Mrd. € für Forschung und Entwicklung (F&E) aus. Die F&E-Intensität stieg auf 2,07 % des BIP. 2007 waren es noch 1,77 %. Am höchsten war die F&E-Intensität in Schweden (3,33 %) und Österreich (3,16 %), am niedrigsten in Rumänien (nur 0,5 %). (Eurostat, 10.01.2019)

Bild: obs / EUROSTAT

D

Die Beitragssenkungen 2019 bei 27 deutschen Krankenkassen entlasten die Arbeitnehmer um nur 0,5 Mrd. €. Würden jedoch alle Arbeitnehmer zur bundesweit günstigsten Krankenkasse wechseln, so könnte jeder bis zu 381 € (in Summe 3,6 Mrd. €) im Jahr sparen. (Check24 GmbH, 10.01.2019)

A

Beim imh Krankenhaus-Vertrauensindex wurden 335 Spitalsmitarbeiter in Österreich befragt. Dabei zeigten sich über 70 % skeptisch bis ablehnend bei der Frage, ob Primärversorgungszentren die Ambulanzen entlasten (könnten). Dafür gebe es noch zu wenige davon und die Zentren müssten auch rund um die Uhr geöffnet haben … (imh GmbH, 10.01.2019)

Infografik: imh GmbH

Die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura ist eine seltene Erkrankung, die durch einen Enzymmangel verursacht wird. Dieser kann angeboren sein, aber auch als Autoimmunerkrankung erworben werden. Durch die dabei entstehende überschießende Aktivität eines bestimmten Proteins bilden sich mit Blutplättchen angereicherte Blutgerinnsel, wodurch die kleinsten Blutgefäße verstopft werden. Die Erkrankung ist lebensbedrohlich und vor allem in der Akutphase schwer behandelbar. (MedUni Wien, 10.01.2019)

CH

Medgate AG steigt zusammen mit Rhön-Klinikum AG in den deutschen Zukunftsmarkt Telemedizin ein. … „Medgate Deutschland“ möchte mit dem Angebot dazu beitragen, die wachsende ärztliche Versorgung insbesondere im ländlichen Raum zu schließen und darüber hinaus ein dem modernen Konsumverhalten entsprechendes ärztliches Angebot bieten. Die technischen Voraussetzungen wie etwa ein Smartphone sind ohnehin in den meisten Haushalten bereits vorhanden. (Medgate AG, 10.01.2019)

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