1. November 2018: Meldungen des Tages aus der Medizin

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Mit Fürsorge begründete Zwangsmaßnahmen sind im Sozial- und Gesundheitswesens Deutschlands weit verbreitet. Dabei handelt es sich etwa um die Freiheit entziehenden Aktionen der Einweisung in Kliniken, das Anbringen von Bettgittern oder Fixierungsgurten, um medizinische Behandlungen gegen den Willen des Patienten durchführen zu können. Gleichwohl stellt jede Anwendung solchen „wohltätigen Zwangs“ einen schwerwiegenden Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Person dar und ist folglich rechtlich und ethisch ganz besonders rechtfertigungspflichtig. (Deutscher Ethikrat, 01.11.2018)

„Sofort weg aus der Umgebung von Kernkraftwerken !“ Das ist die Forderung von Strahlenmedizinern, seit die verheerende Wechselwirkung von künstlichen Neutrinos (sog. Anti-Neutrinos) erwiesen ist. Radioaktivität lässt sich zwar bändigen, nicht jedoch die Strahlung von Anti-Neutrinos, die in extrem hoher Dosis austreten und krank machen können. Dass Atomkraftwerke ständig viel zu hohe Dosen von Anti-Neutrinos ausstrahlen, war bisher nicht bekannt ! Nun dürfte es erwiesen sein, dass diese hohe Dosis in der Nähe von AKWs für viele Krebserkrankungen verantwortlich sein kann. (Neutrino Energy Group, 01.11.2018)

Mit dem größten Portfolio an Brustimplantaten auf dem Markt – in verschiedenen Formen, Größen und Oberflächen – richtet sich Polytech Health & Aesthetics an die spezifischen Vorlieben und Bedürfnisse von Chirurgen und Patienten, sowohl im ästhetischen als auch im rekonstruktiven Bereich. Weitere Produkte des Unternehmens umfassen Gluteal- und Körperkonturimplantate. (Polytech Health & Aesthetics GmbH, 01.11.2018)

Bild: obs / Polytech Health & Aesthetics GmbH

Männer erleben Depressionen anders als Frauen: Beiden Geschlechtern fehlt bei einer Depression Serotonin.  Doch im Verbund mit Testosteron führt der Mangel bei Männern eher zu einem riskanten oder aggressiv-impulsiven Verhalten und nicht so sehr zu Traurigkeit und Ängsten. (Ludwig-Maximilians-Universität München, 01.11.2018)

Pycnogenol ist ein Extrakt aus der Rinde der bis zu 40 m hohen Meereskiefer in Frankreich und mittlerweile weltweit auch in über 1.000 Gesundheitsprodukten zu finden. Pycnogenol ist eine Art Super-Antioxidans: Es wirkt 20 Mal stärker als Vitamin C und ist 50 Mal wirksamer als Vitamin E. (Ifemedi, 01.11.2018)

Die EU-Kommission hat einer weiteren Therapie von Vertex die Marktzulassung für die Behandlung von Patienten mit Mukoviszidose (oder cystischer Fibrose; CF) erteilt. Von dem Arzneimittel profitieren Betroffene, die bisher nur mit symptomatischen Therapien behandelt werden konnten. Dazu gehören Patienten, bei denen beide Kopien des CFTR-Gens von einer F508del-Mutation betroffen sind oder bei denen eine Kopie eine F508del-Mutation aufweist und die zweite Kopie eine von 14 anderen Mutationen, welche zu einer Restaktivität des CFTR-Proteins führen (P67L, R117C, L206W, R352Q, A455E, D579G, 711+3A->G, S945L, S977F, R1070W, D1152H, 2789+5G->A, 3272-26A->G und 3849+10kbC->T). … Cystische Fibrose ist eine genetisch bedingte, seltene, lebensverkürzende Krankheit, von der weltweit rund 75.000 Menschen betroffen sind. (Vertex Pharmaceuticals Germany GmbH, 01.11.2018)

60 Mrd. Neutrinos (früher „Geisterteilchen“ genannt) durchdringen jede Sekunde jeden cm2 Fläche auf der Erde und natürlich auch alle Lebewesen. Sie sind lebens- und überlebenswichtig. Doch die künstliche, die von AKWs erzeugte Anti-Neutrino-Strahlung, ist schädlich und kann sogar tödlich sein, sobald die natürliche unschädliche Strahlenmenge deutlich überschritten wird. … In wenigen Jahren wird es möglich sein, den gesamten Energiebedarf der Erde dank der Neutrino-Technologie zu extrem niedrigen Kosten zu decken. (Neutrino Energy Group, 01.11.2018)

A

Die Gewichtszunahme der Österreicher wirkt sich auch auf die Form der Särge aus. Statt des klassischen Sarges, der an Ober- und Unterseite schmäler zusammenläuft, kommen immer öfter rechteckige Truhen zum Einsatz, weil sie mehr Platz bieten. (ORF.at, 01.11.2018)

CH

Im Gegensatz zur gezielten, aber langsamen Produktion von Antikörpern gegen bestimmte Krankheitserreger bei der erworbenen Immunität, reagiert die angeborene Immunität sofort. Hierbei spürt die Zelle mit Hilfe spezieller Sensoren, ob sich DNA oder RNA am falschen Ort befindet. Da dies ein Hinweis auf eine Vireninfektion ist, löst der Sensor daraufhin eine generelle antivirale Abwehrreaktion aus. Die Medizinerin Andrea Ablasser erforscht, wie diese angeborene Immunantwort gesteuert wird, und ist dabei auf einen viel versprechenden therapeutischen Ansatz gestoßen. Der Schweizerische Nationalfonds hat ihr dafür im Auftrag der Latsis-Stiftung den Nationalen Latsis-Preis 2018 zuerkannt. (Schweizerischer Nationalfonds, 01.11.2018)

Prof. Andrea Ablasser, Gewinnerin Nationaler Latsis-Preis 2018. (Foto: Severin Novacki Fotograf BR)

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