1. März 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Welt

Am 1. März startet der weltweite Myeloma Action Month. Das Multiple Myelom ist eine Form von Blutkrebs. Der Krankheitsverlauf unterscheidet sich von Patient zu Patient. Unspezifische Beschwerden wie Knochenschmerzen und Müdigkeit erschweren zusätzlich die Diagnose.  Rund 25 % der Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose noch beschwerdefrei. Bei der Erkrankung dann vermehren sich maligne (bösartige) Plasmazellen (Myelomzellen) unkontrolliert im Knochenmark und verdrängen die normalen Zellen der Blutbildung.  Zudem stellen Myelomzellen übermäßig falsche Proteine her, die zu Organschäden führen. (Amgen GmbH, 01.03.2019)

Europa

In der gesamten EU werden rund 150 Mio. Schweine gehalten. Schweinefleisch schmeckt hervorragend und hat auch wertvolle Inhaltsstoffe. Ein mageres Stück enthält rund 21 % Eiweiß, 2 % Fett und etwa 75 % Wasser. Darüber hinaus auch Mineralstoffe wie z.B. Selen und Vitamine wie B12. (Verband Österreichischer Schweinebauern, 01.03.2019)

Europäischer Tag der Logopädie am 6. März zum Thema „Leben mit Autismus“: Autismus als tiefgreifende Entwicklungsstörung wird diagnostiziert, wenn Auffälligkeiten in den Bereichen der Sprache und Kommunikation, der sozialen Interaktion und einem sich wiederholendem (stereotypen) Verhalten bestehen. Autistische Menschen haben oft ähnliche Symptome, jedoch in unterschiedlicher Ausprägung: Das Spektrum reicht von Menschen mit geistiger Behinderung und fehlendem Sprachvermögen bis hin zu Betroffenen mit nur leichten Symptomen, normaler Intelligenz und mit guten Sprachfähigkeiten. Der Obergriff für die unterschiedlichen Störungen lautet Autismus-Spektrum-Störung. (Deutscher Bundesverband der Logopädie, 01.03.2019)

Bild: Deutscher Bundesverband für Logopädie

Künstliche Intelligenz verspricht die Automatisierung einfacher, sich wiederholender Aufgaben. Einige Arbeiten, wie z.B. das Screening von Routinemammographien, benötigen keine Radiologen mehr, es sei denn, es wird eine Anomalie festgestellt. Das aber kommt nur in 1–2 % der Fälle vor. Auch gibt es schon ein Produkt auf dem Markt, das CT-Scans analysiert und prüft, ob Patienten für bestimmte Behandlungen der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) in Frage kommen. (European Society of Radiology, 01.03.2019)

Deutschland

Mit der T-Zell-Rezeptor-basierten adoptiven T-Zell-Therapie (TCR-T) kommt nach der CAR-T-Zell-Therapie die nächste Generation innovativer T-Zell-Therapien in die klinische Phase. Die neue Technologie zielt darauf ab, körpereigene T-Zellen des Patienten mit rekombinanten tumor-spezifischen T-Zell-Rezeptoren (TCRs) auszustatten. Dazu werden T-Zellen der Patienten durch Leukapherese gewonnen und ex vivo mit rekombinanten TCRs versehen, die gegen Tumorantigene gerichtet sind. Die TCR-modifizierten T-Zellen werden dem Patienten als Einmalinfusion appliziert und sollten dann maligne Zellen erkennen und wirksam zerstören. Anders als CAR-T-Zellen erkennen TCR-Ts grundsätzlich auch intrazelluläre Zielstrukturen der Tumorzellen und bieten dadurch mehr Ansatzpunkte für eine individualisierte Immuntherapie. (Medigene AG, 01.03.2019)

Ein gesunder Mensch in Deutschland, der sich ausgewogen ernährt, hat durch das Schlucken von Nahrungsergänzungsmittel keinen Vorteil.  Bei Selen z.B. zeigte sich in Studien schon bei einer Zufuhr von 200 mcg täglich ein erhöhtes Risiko für Prostata- und Hautkrebs sowie Typ-2-Diabetes. Kalzium kann bei älteren Menschen das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Zugenommen haben auch Berichte über Nierenversagen durch zu hohe Dosierungen von Vitamin D. Selbst mit Vitamin C kann man u. U. Nierensteine erzeugen. (Apotheken Umschau, 01.03.2019)

Deutsche Senioren sehen Online-Sprechstunden mit einem Arzt besonders skeptisch. So lehnen 71 % der über 60-Jährigen eine Behandlung per Telemedizin kategorisch ab, weil sie immer persönlich mit dem Arzt sprechen möchten. In der Bevölkerung insgesamt tun das mit 55 % deutlich weniger Menschen. (Senioren Ratgeber, 01.03.2019)

Die Medigene AG, ein auf die Entwicklung von T-Zell-gerichteten Krebstherapien fokussiertes, börsennotiertes Unternehmen, gibt bekannt, dass der 1. Patient mit multiplem Myelom im Rahmen der klinischen Phase I/II-Studie CD-TCR-001 in der Universitätsklinik Erlangen mit der T-Zell-Rezeptor-Therapie MDG1011 behandelt wurde. Der mehrfach vorbehandelte Patient befindet sich nun in der Nachbeobachtungsphase. (Medigene AG, 01.03.2019)

Schmerzen gehören für viele Menschen zum Alltag. In solchen Momenten greift dann fast jeder 3. Deutsche zu einem Schmerzmittel. Zugleich lohnt es sich aber oft, alternative Maßnahmen zu prüfen wie etwa Wärme-Kompressen, Bewegung an der frischen Luft oder einfach nur Ablenkung. So empfehlen Experten tatsächlich auch, sich bei Schmerzen abzulenken, anstatt sich darauf zu konzentrieren. (Apotheken Umschau, 01.03.2019)

Deutsche Urlauber folgen zwar ihren Gewohnheiten, haben aber schon lange keine Lust mehr auf den 0815-Urlaub. So sind 76 % offen dafür, im Urlaub Neues auszuprobieren. Und 58 % möchten das Reiseziel durch die Augen der Einheimischen erleben. Dabei sind 64 % der Befragten sogar bereit, die jeweilige Landessprache zu lernen. (Airbnb DACH, 01.03.2019)

Infografik: Airbnb DACH

Arbeiten mit freiem Oberkörper in der prallen Sonne mag zwar cool sein, ist aber ohne Sonnenschutz absolut unvernünftig und birgt das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. (Zentralverband Dt. Baugewerbe, 01.03.2019)

Österreich

Arzneimittel werden, sobald sie nach ihrer Marktzulassung den Patienten zur Verfügung stehen, häufig wegen der hohen Preise kritisiert. Tatsächlich ist es für die Hersteller selbst herausfordernd, einen Preis festzusetzen, der dem enormen Leistungsspektrum solcher Produkte Rechnung trägt. Denn zur jahrelangen Entwicklungsdauer kommen Investitionen von Hunderten Millionen € hinzu. Die Pharmaindustrie arbeitet daher an Preismodellen, die eine gangbare Lösung sowohl für Unternehmen als auch für Gesundheitssysteme sein können. (Pharmig, 01.03.2019)

Schweiz

Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist mit einem Exportanteil von 45 % die grösste Exportindustrie der Schweiz und damit ein wesentlicher Eckpfeiler des Wohlstandes. Die EU wiederum ist mit einem Anteil von 48 % an den Gesamtausfuhren und 79 % an den Importen der wichtigste Handelspartner der Industrien Chemie Pharma Life Sciences. (scienceindustries Switzerland, 01.03.2019)

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